04 April 2026, 04:20

Abschied mit Protest: Ex-Aviapartner-Mitarbeiter fordern Verantwortung ein

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Protestaktion, mit Schildern, Puppen und Deckenleuchten im Hintergrund.

Abschied mit Protest: Ex-Aviapartner-Mitarbeiter fordern Verantwortung ein

Ehemalige Mitarbeiter der insolventen Aviapartner Düsseldorf werden sich am 19. November am Flughafen Düsseldorf versammeln, um das Ende ihrer Tätigkeit zu würdigen. Die Veranstaltung folgt auf den Zusammenbruch des Unternehmens im Frühjahr 2024, durch den rund 340 Beschäftigte ihre Jobs verloren. Unterdessen kritisiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowohl die Vertragspolitik des Flughafens als auch die Rolle des Verkehrsministeriums NRW in der Krise.

Die Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG, die fast 25 Jahre lang Bodenabfertigungsdienste am Flughafen erbrachte, stellte nach finanziellen Schwierigkeiten den Betrieb ein. Die Schließung des Unternehmens ließ viele langjährige Mitarbeiter der Luftfahrtbranche plötzlich arbeitslos zurück. Andrej Bill, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, machte für die Krise nicht betriebliche Versäumnisse verantwortlich, sondern die Lizenzentscheidung des NRW-Verkehrsministeriums.

Die Gewerkschaft wirft dem Flughafen Düsseldorf zudem vor, die Situation verschärft zu haben, indem er Aufträge an zwei Unternehmen vergab, die vor Ort keine eigene Belegschaft hatten. Ver.di argumentiert, dass dieser Schritt die Beschäftigungsbedingungen für die ehemaligen Aviapartner-Mitarbeiter weiter destabilisiert habe. Der Flughafen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Lizenzvergabe in der Zuständigkeit des Ministeriums liege. Zudem bestritt er, dass der Übergang chaotisch verlaufen sei – die bisher von Aviapartner abgewickelten Flüge würden nun zuverlässig von der AAS übernommen.

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Für Dezember plant ver.di eine Jobmesse speziell für die betroffenen Aviapartner-Beschäftigten. Allerdings kritisiert die Gewerkschaft, dass der Flughafen sich weigert, die Veranstaltung auszurichten. Zwar anerkennt der Flughafen den Wunsch der Mitarbeiter nach einem würdevollen Abschied, verweist jedoch auf strenge rechtliche Vorgaben nach der Schließung von Aviapartner.

Die Zusammenkunft am 19. November soll den ehemaligen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich von Kollegen und ihren Tätigkeiten am Flughafen zu verabschieden. Die Veranstaltung findet vor dem Hintergrund anhaltender Streitigkeiten zwischen ver.di, dem Flughafen und dem Verkehrsministerium über die Verantwortung für den Zusammenbruch statt. Unterdessen suchen die betroffenen Beschäftigten weiterhin nach neuen Perspektiven, während sich die Branche an die Veränderungen anpasst.

Quelle