Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein erobert deutsche Supermärkte mit Rekordwachstum
Alkoholfreier Wein liegt bei deutschen Verbrauchern voll im Trend
Der Absatz von alkoholfreiem Wein steigt in Deutschland kräftig: Im vergangenen Jahr kletterten die Verkäufe um 25 Prozent, wobei 2023 fast doppelt so viele Haushalte wie noch 2022 zu den Käufern zählten. Branchenexperten führen den Boom vor allem auf die gestiegene Qualität und die größere Auswahl zurück.
Das Deutsche Weininstitut (DWI) sieht die wachsende Nachfrage in den Fortschritten bei Geschmack und Vielfalt begründet. Immer mehr Weingüter produzieren mittlerweile alkoholfreie Varianten – 2023 bot bereits jedes dritte Weingut solche an. Diese Weine enthalten höchstens 0,5 Prozent Alkohol und liegen damit deutlich unter den üblichen 10 bis 13 Prozent bei herkömmlichen Weinen.
In den letzten drei Jahren sind rund zwölf internationale Marken auf den deutschen Markt gekommen, die meisten davon aus Italien, gefolgt von Spanien und den USA. Dieser Aufschwung spiegelt einen größeren Trend zu leichteren, alkoholarmen Getränken wider, getrieben von gesundheitsbewussten Verbrauchern.
Auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf wird die Entwicklung deutlich sichtbar sein. Die Messe, die über drei Tage zehntausende Besucher erwarten wird, zeigt, dass alkoholfreie Weine inzwischen etwa zwei Prozent des Branchenumsatzes ausmachen. Deutschland selbst verfügt über rund 100.000 Hektar Weinberge – vor allem in Rheinland-Pfalz – und konsumiert jährlich etwa 1,5 Milliarden Liter Wein, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 21,5 Litern entspricht.
Der Aufstieg des alkoholfreien Weins zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Mit immer mehr Herstellern, die in den Markt drängen, und wachsendem Verbraucherinteresse dürfte der Sektor weiter expandieren. Noch ist er zwar ein kleiner, aber rasant wachsender Teil der deutschen Weinbranche.