Bayer 04 Leverkusen kämpft um neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Andree TrubinBayer 04 Leverkusen kämpft um neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hat sich der Verein für Monheim am Rhein entschieden. Doch das Projekt stößt nun auf massiven Widerstand bei lokalen Politikern.
Die aktuellen Trainingsanlagen des Clubs an der BayArena sind durch den geplanten Ausbau einer Autobahn bedroht. Dies hat die Dringlichkeit für ein neues Trainingszentrum erhöht, um die Zukunft des Vereins zu sichern.
Der geplante Campus in Monheim soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Bayer 04 hat seine Pläne jedoch bereits mehrfach verkleinert, um Bedenken Rechnung zu tragen. Die aktuelle Version stellt das absolute Minimum dar, das für den Sport- und Betriebsbetrieb notwendig ist.
Seit den Kommunalwahlen 2025 hat sich der Widerstand verstärkt: Eine neue Koalition blockiert das Vorhaben aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen. Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Folgen, falls der Campus nicht realisiert wird. Die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins hänge maßgeblich von dem Projekt ab, betonte er.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge. Der Campus in Monheim bleibt für die langfristige Planung von Bayer 04 von zentraler Bedeutung. Ohne ihn könnte der Verein Schwierigkeiten haben, seine Trainingsstandards aufrechtzuerhalten. Der Ausgang des politischen Streits wird entscheiden, ob das Projekt umgesetzt werden kann.
