Bayer 04 Leverkusen scheitert mit Trainingszentrum an Monheimer Widerstand
Elvira ZiegertBayer 04 Leverkusen scheitert mit Trainingszentrum an Monheimer Widerstand
Bayer 04 Leverkusens Pläne für ein großes Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum in Monheim stoßen auf starken Widerstand. Das Projekt, das eine Fläche von der Größe von 12,5 Fußballfeldern umfassen soll, wird bei der Stadtratssitzung an diesem Mittwochabend zur Abstimmung stehen. Anwohner und politische Parteien haben ernste Bedenken wegen der möglichen Folgen geäußert.
Der Vorschlag des Vereins sieht ein modernstes Trainingszentrum vor, doch in den letzten Wochen hat sich der Widerstand verstärkt. Bürger sorgen sich vor zunehmender Lärmbelästigung, greller Flutlichtbeleuchtung und Schäden an nahegelegenen Naturräumen. Diese Einwände finden zunehmend Gehör bei lokalen Politikern.
CDU, SPD, FDP und die Grünen haben bereits angekündigt, gegen das Vorhaben zu stimmen. Markus Gronauer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Monheim, kritisierte den gewählten Standort als ungeeignet. Seine Partei fordert Bayer 04 auf, die Pläne zu überdenken und im Dialog mit der Stadt nach Alternativstandorten zu suchen.
Trotz der Kritik bleibt der Verein bei seinen Plänen. Simon Rolfes, Sport-Geschäftsführer von Leverkusen, warnte, dass eine Ablehnung des Projekts einen schweren Rückschlag für den Verein und die gesamte Region bedeuten würde. Der Club hat zudem für nächste Woche Gespräche mit den politischen Parteien angesetzt, um die Pläne weiter zu erörtern.
Die Entscheidung des Stadtrats am Mittwoch wird darüber entscheiden, ob das Trainingszentrum realisiert wird. Bei einer Ablehnung müsste Bayer 04 Leverkusen seine Pläne überarbeiten oder einen neuen Standort suchen. Das Ergebnis wird auch die Anwohner und die Zukunft des Nachwuchsförderprogramms des Vereins beeinflussen.






