17 March 2026, 02:17

Bayer kämpft mit Milliardenverlusten – doch Kerendia bringt Lichtblicke

Ein Plakat mit der Aufschrift "In 2022 verlangte die Pharmaindustrie von Amerikanern zwei bis drei Mal so viel wie von Menschen in anderen Ländern für dieselben Medikamente" mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Bayer kämpft mit Milliardenverlusten – doch Kerendia bringt Lichtblicke

Bayer verzeichnet ein schwieriges Geschäftsjahr mit Milliardeverlusten, doch die Pharmasparte gibt Hoffnung

Bayer hat ein herausforderndes Finanzjahr hinter sich: Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und eine Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro. Trotz dieser Belastungen zeigt sich die Pharmasparte robust – insbesondere mit dem Medikament Kerendia, das kürzlich einen wichtigen Meilenstein in klinischen Studien erreichte.

Auch der Aktienkurs profitierte von den positiven medizinischen Entwicklungen und stieg um 4,71 % auf 40,25 Euro.

Kerendia (Finerenon) hat in einer Studie zur Behandlung von nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung sein primäres Ziel erreicht. Dies ebnet den Weg für einen größeren Patientenkreis, und Bayer plant nun, bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf erweiterte Zulassung einzureichen. Das Präparat war bereits zuvor von der FDA genehmigt worden und festigt damit seine Position im medizinischen Bereich.

Gleichzeitig belasten rechtliche Risiken das Unternehmen weiter. Vor dem US-Supreme Court stehen am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen über die Warnhinweise beim Unkrautvernichter Roundup an; eine Entscheidung wird bis Mitte Juni desselben Jahres erwartet. Anleger verfolgen den Prozess genau, da er Auswirkungen auf den Schutz der Glyphosat-Lieferungen und künftige Haftungsfragen haben könnte.

Finanziell steht die Hauptversammlung von Bayer am 1. April 2026 an, auf der die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen sollen. Die Versammlung findet zu einem kritischen Zeitpunkt statt, während das Unternehmen sowohl juristische Herausforderungen bewältigt als auch seine Pharmaproduktpalette ausbaut.

Eine Ausweitung der Zulassung von Kerendia könnte die Marktreichweite deutlich erhöhen und Bayer einen potenziellen Umsatzschub bescheren. Zudem werden die anstehenden Gerichtsentscheidungen die finanzielle Perspektive des Konzerns prägen. Für Investoren bleiben sowohl die pharmazeutischen Fortschritte als auch der laufende Supreme-Court-Prozess von zentraler Bedeutung.

Quelle