Bayer zu 185 Millionen Dollar Strafe wegen PCB-Belastung verurteilt
Adalbert BiggenBayer zu 185 Millionen Dollar Strafe wegen PCB-Belastung verurteilt
Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen PCB-Belastung an US-Schule zahlen
Ein Gericht hat den Konzern zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 185 Millionen Dollar wegen der Belastung mit polychlorierten Biphenylen (PCB) an einer Schule im Bundesstaat Washington verurteilt. Das Urteil fällt nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit ehemaligen Monsanto-Produkten. Das Unternehmen sieht sich nun mit weiteren Klagen von über 200 Geschädigten konfrontiert, die ähnliche Vorwürfe erheben.
Das Oberste Gericht des Bundesstaates Washington entschied, dass Bayer Opfer entschädigen muss, die am Sky Valley Education Center in Monroe mit PCB in Kontakt gekommen waren. Die giftige Chemikalie, die in den USA seit 1977 verboten ist, wurde bis zu diesem Jahr von Monsanto hergestellt. Bayer übernahm Monsanto 2018 und erbte damit auch dessen juristische Altlasten.
Obwohl Bayer die meisten Fälle an der Schule vertraulich geregelt hat, sind noch acht weitere Berufungen anhängig. Das Unternehmen argumentiert, das aktuelle Urteil verstoße gegen die US-Verfassung, und prüft weitere rechtliche Schritte.
Unterdessen verklagt Monsanto ehemalige PCB-Kunden im Bundesstaat Missouri und verlangt von ihnen die Übernahme der steigenden Prozesskosten. Obwohl Bayer die Chemikalie selbst nie produziert hat, trägt der Konzern weiterhin die finanziellen und reputativen Folgen des toxischen Erbes von Monsanto.
Die Strafe in Höhe von 185 Millionen Dollar zählt zu den höchsten Urteilen im Zusammenhang mit PCB-Vergiftungen in Schulen. Mit Hunderten von Klägern, die noch auf Gerechtigkeit warten, sind Bayers juristische Herausforderungen längst nicht beendet. Der Fall wirft zudem die anhaltende Frage auf, wer für die Folgen von Monsantos früheren Handlungen aufkommen muss.






