Bayreuther Festspiele planen neues Gedenkkonzert nach Absage und Eklat
Elvira ZiegertBayreuther Festspiele planen neues Gedenkkonzert nach Absage und Eklat
Bayreuth-Festspiele: Gedenkkonzert nach Absagen und Streit nun neu geplant
Das für das 150-jährige Jubiläum der Bayreuther Festspiele vorgesehene Gedenkkonzert hat mehrere Rückschläge erlebt. Ursprünglich für diesen Sommer angesetzt, wurde die Veranstaltung im Juni aus Sicherheitsbedenken abgesagt. Nun arbeiten die Verantwortlichen an einer Neuauflage – einige Anpassungen stehen jedoch noch aus.
Der Journalist Michel Friedman sollte im Rahmen des Konzerts über Richard Wagners Antisemitismus und die historischen NS-Verstrickungen der Familie sprechen. Die Absage löste jedoch eine öffentliche Kontroverse aus. Katharina Wagner, die Festspielleiterin und Urenkelin des Komponisten, entschuldigte sich später in einem Brief und einem Telefonat bei Friedman. Dieser nahm die Entschuldigung an und sagte zu, den Vortrag wie geplant in Bayreuth zu halten.
Die musikalische Leitung des Konzerts ist noch nicht geklärt. Terminliche Überschneidungen mit dem vorgesehenen Dirigenten Christian Thielemann verzögern eine endgültige Entscheidung. Zudem könnte der Titel der Veranstaltung vor dem neuen Termin geändert werden. Die Erlöse des Konzerts fließen vollständig in Stipendien für junge israelische Musikerinnen und Musiker.
Das Gedenkkonzert wird nun mit Friedmans Beteiligung stattfinden. Die Organisatoren arbeiten weiterhin an der Finalisierung des Programms und der Besetzung. Die Spende der Einnahmen an israelische Musikstudierende bleibt ein zentrales Anliegen der Veranstaltung.






