Bergisch Gladbach kauft Sander-Quartier-Gelände für zukünftige Stadtentwicklung
Elvira ZiegertBergisch Gladbach kauft Sander-Quartier-Gelände für zukünftige Stadtentwicklung
Die Stadt Bergisch Gladbach hat das Grundstück an der Sander Straße 37–47 erworben und leitet damit eine neue Phase für das Gebiet ein. Die Abrissarbeiten laufen bereits – unter strengen Sicherheits- und Rechtsauflagen, die vom Verkäufer überwacht werden. Der volle Kaufpreis wird erst gezahlt, sobald das Gelände kontaminationsfrei und baureif übergeben wird.
Das Areal hat in den vergangenen zehn Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen. Ursprünglich für Industrie- und Gewerbezwecke genutzt, wurde es zwischen 2018 und 2024 von Hochtief zum "Sander Quartier" umgestaltet – ein gemischt genutztes Projekt mit 150 Wohnungen und Einzelhandelsflächen, das 2024 fertiggestellt wurde.
Der Kauf durch die Stadt erfolgte nach einer gründlichen Begutachtung des Geländes. Vor Beginn der Abrissarbeiten wurden ein geotechnischer Bericht sowie statische Prüfungen erstellt. Sicherheitsvorkehrungen sorgen dafür, dass die Hangstabilität überwacht wird, benachbarte Grundstücke geschützt bleiben und Verkehrsflächen während der Arbeiten sicher bleiben.
Das Grundstück fällt unter § 34 der deutschen Bauordnung und gilt als unbeplanter Innenbereich. Zwar hat die Stadt noch keine konkreten Pläne vorgelegt, doch der Bau einer Grundschule gehört zu den möglichen künftigen Nutzungen. Die Verantwortlichen betonen, dass eine fundierte Entscheidungsfindung und eine Bürgerbeteiligung Voraussetzung für jede weitere Entwicklung seien.
Sobald der vollständige Kaufpreis beglichen ist, gehen Eigentum und alle damit verbundenen Rechte auf die Stadt über. Der Verkäufer bleibt bis dahin für den Abschluss der Abrissarbeiten und die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben verantwortlich. Die künftige Nutzung des Geländes hängt von weiteren Gutachten und der Einbindung der Öffentlichkeit ab.






