Bio-LNG revolutioniert den Schwerlastverkehr – doch Hindernisse bleiben
Andree TrubinBio-LNG revolutioniert den Schwerlastverkehr – doch Hindernisse bleiben
Langfristige Initiative treibt saubereren Schwerlastverkehr in Europa voran
Die Plattform für nachhaltigen Schwerlastverkehr setzt sich seit 2022 dafür ein, den Einsatz alternativer Kraftstoffe und Antriebe in der Logistik zu beschleunigen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Bio-LNG – einer kohlenstoffarmen Alternative, die bereits in Lkw und Fernverkehrslastzügen zum Einsatz kommt.
Bio-LNG versorgt Schwerlastfahrzeuge nahezu emissionsfrei mit Energie. Der Kraftstoff stammt von zertifizierten europäischen Lieferanten und basiert auf kurzen, rückverfolgbaren Lieferketten. Die notwendige Infrastruktur ließ sich zügig aufbauen, ohne großen Mehraufwand oder Abhängigkeit von bestehenden Gas- oder Stromnetzen.
Lkw mit Bio-LNG-Antrieb erreichen eine ähnliche Reichweite und Betankungsgeschwindigkeit wie Diesel-Fahrzeuge. Zwar ist der Kraftstoff selbst etwa 10 % günstiger als Diesel, die Anschaffungskosten der Fahrzeuge liegen jedoch 10–20 % höher. Zudem schmälern höhere Mautgebühren die Ersparnis, da Bio-LNG steuerlich wie fossile Brennstoffe behandelt wird.
Das Projekt geht über Bio-LNG hinaus: Es erforscht technologieneutrale Lösungen, Wasserstoffanwendungen und wirtschaftliche Veränderungen im Transportsektor. Ziel ist es, die Infrastruktur und Marktbedingungen für eine flächendeckende Einführung grüner Alternativen zu schaffen.
Dank der Initiative ist Bio-LNG bereits auf den Straßen unterwegs und hat seine Praxistauglichkeit für den Schwerlastverkehr bewiesen. Doch die höheren Fahrzeugkosten und die gleiche Mautbelastung wie bei fossilen Kraftstoffen bremsen bisher die wirtschaftliche Attraktivität. Die nächsten Schritte hängen davon ab, die Infrastruktur auszubauen und die politischen Rahmenbedingungen anzupassen, um eine breitere Nutzung zu fördern.






