Bundesweiter Apotheken-Streik am 23. März: Warum Tausende ihre Türen schließen
Elvira ZiegertBundesweiter Apotheken-Streik am 23. März: Warum Tausende ihre Türen schließen
Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am Montag, den 23. März 2026, vor. Die Aktion fordert fairere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung für Apothekerinnen und Apotheker vor Ort. In Meerbusch bei Düsseldorf werden aus Solidarität alle Apotheken ihre Türen schließen – und damit ein Zeichen für andere setzen.
Die Proteste stoßen auf breite Unterstützung: Rund 12.500 Apotheken haben sich bundesweit zur Teilnahme angemeldet. Bayern führt mit über 3.000 Teilnehmenden, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (2.800) und Baden-Württemberg (2.200). In Köln werden nahezu alle Apotheken geschlossen bleiben, und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reisen zur Demonstration nach Düsseldorf an.
Die MVDA-Genossenschaft hat alle ihre Mitglieder zum Streik aufgerufen und stellt sicher, dass ihre Apotheken an diesem Tag geschlossen bleiben. In Meerbusch hängen in jedem Apothekenfenster Protestplakate, die die Gründe für die Schließung erklären. Zudem entsteht ein Video, das die unverzichtbare Rolle der Apotheker vor Ort und die Notwendigkeit von Veränderungen aufzeigt.
Die Linda-Genossenschaft unterstützt die Aktion mit Materialien und informiert Ärztinnen und Ärzte über die Notdienste. Dirk Vongehr, Inhaber der Paradies-Apotheke in Köln, hat andere Apothekenbesitzer zur Teilnahme mobilisiert. Ein gemeinsamer Bus wird Demonstranten sogar vom Kölner Hauptbahnhof zur Veranstaltung nach Düsseldorf bringen.
Mit der bundesweiten Schließung soll Druck für sofortige Verbesserungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen ausgeübt werden. Mit Tausenden beteiligten Apotheken sendet der Protest ein deutliches Signal an die Politik. Die Organisatoren hoffen, dass dieser geschlossene Auftritt zu konkreten Veränderungen in der Branche führt.






