28 June 2026, 02:20

CDU-Pläne zum Deutschlandticket lösen heftige Kritik bei SPD und Wohlfahrtsverbänden aus

Deutschlandticket statt Bargeld: SPD und soziale Verbände lehnen CDU-Vorschlag für Bedürftige ab

CDU-Pläne zum Deutschlandticket lösen heftige Kritik bei SPD und Wohlfahrtsverbänden aus

Ein Vorschlag der CDU, die Barzahlungen für Mobilitätsleistungen durch das Deutschlandticket für Bürgergeld-Empfänger zu ersetzen, hat Widerstand ausgelöst. Wohlfahrtsverbände und die SPD kritisieren den Plan als unzureichend und einschränkend. Im Mittelpunkt der Debatte steht, wie sich die Änderung auf Menschen auswirken würde, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

CDU-Politiker in Nordrhein-Westfalen brachten die Idee vor, das Mobilitätsgeld zu streichen und stattdessen das Deutschlandticket anzubieten. Derzeit umfasst das Bürgergeld im Regelsatz eine Barzahlung für Fahrtkosten.

Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, bezeichnete den Vorschlag als ungenügend. Er argumentierte, dass er den Bedürfnissen von Menschen in ländlichen Regionen nicht gerecht werde. Michaela Engelmeier, Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland, warnte, dass die Umstellung von Bargeld auf ein Ticket den Empfängern finanzielle Flexibilität nehme.

Auch die SPD lehnte den Plan ab. Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, erklärte, dass eine Einschränkung der Mobilitätsoptionen die persönliche Freiheit untergrabe. Die Partei betonte, der Fokus müsse auf der Arbeitsmarktintegration liegen, statt Leistungen zu kürzen, die ohnehin nur das Existenzminimum abdeckten. Engelmeier fügte hinzu, die Maßnahme signalisiere Misstrauen gegenüber den Empfängern und verschärfe die soziale Spaltung.

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Der Vorschlag stößt bei Wohlfahrtsverbänden und der SPD auf heftigen Widerstand. Kritiker verweisen auf die Risiken geringerer Flexibilität und unzureichender Unterstützung für Bewohner ländlicher Gebiete. Die gegenwärtige Barzahlung für Mobilität bleibt ein zentraler Streitpunkt.

Quelle