CME-Chef Barnett ruft zum Widerstand gegen Netflix und YouTube auf
Adalbert BiggenCME-Chef Barnett ruft zum Widerstand gegen Netflix und YouTube auf
Sam Barnett, CEO von Central European Media Enterprises (CME), hat traditionelle Fernsehunternehmen in Mittel- und Osteuropa aufgerufen, gegen digitale Giganten wie Netflix und YouTube vorzugehen. Diese Warnung äußerte er während eines Hauptvortrags auf dem New Europe Market (NEM) in Dubrovnik, Kroatien, wo er von der BBC-News-Moderatorin Kasia Madera befragt wurde.
Barnett betonte, dass lokale Medien sich gegen globale Streamingdienste und Werbeplattformen zur Wehr setzen müssten. Er argumentierte, dass die geografische Vielfalt der Region und die langsamere digitale Verbreitung Hindernisse für große amerikanische Streaminganbieter darstellten – was lokalen Akteuren einen Wettbewerbsvorteil verschaffe.
Er skizzierte die Strategie von CME, die Investitionen in hochwertige Inhalte, den Schutz des linearen Fernsehens, die Beschleunigung des digitalen Wachstums und die Stärkung lokaler Marken umfasst. Barnett schlug zudem vor, dass eine Zusammenarbeit zwischen traditionellen Medienunternehmen ihnen helfen könnte, mit den Budgets globaler Plattformen mitzuhalten. Sein Credo: Lokale Firmen könnten durch den Einsatz von KI und anderen Technologien effizient hochwertige Inhalte produzieren.
In seinen Ausführungen räumte Barnett ein, dass das lineare Fernsehen weiterhin von zentraler Bedeutung für Nachrichten, Live-Events, Sport und große Shows bleibe. Dieser Ansatz entspricht dem Plan, den er bereits bei seinem Amtsantritt bei CME im Dezember 2021 vorgelegt hatte.
Barnetts Botschaft unterstreicht die Notwendigkeit für regionale Medien, sich anzupassen und enger zusammenzuarbeiten. Seine Strategie zielt darauf ab, lokale Zielgruppen durch den Einsatz von Technologie und Premium-Inhalten zu halten. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der das traditionelle Fernsehen zunehmend unter dem Wettbewerbsdruck globaler Digitalplattformen steht.






