31 May 2026, 08:16

Cylib baut Europas größte Lithium-Batterie-Recyclinganlage in NRW

cylib sichert €26,1 Millionen EU-Förderung für Recyclinganlage für Batterien

Cylib baut Europas größte Lithium-Batterie-Recyclinganlage in NRW

Cylib sichert 26,1 Millionen Euro für eine der größten Lithium-Ionen-Batterie-Recyclinganlagen Europas

Das Unternehmen Cylib hat Finanzmittel in Höhe von 26,1 Millionen Euro eingeworben, um im nordrhein-westfälischen Dormagen am CHEMPARK eine der größten Recyclinganlagen für Lithium-Ionen-Batterien Europas zu errichten. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Ziel des Projekts ist es, wertvolle Rohstoffe aus alten E-Auto-Batterien zurückzugewinnen und dabei im Vergleich zu herkömmlichen Abbaumethoden die CO₂-Emissionen um 80 Prozent zu senken.

Die Förderung stammt aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union in Nordrhein-Westfalen und wird im Rahmen der Landesinitiative „Produktion.NRW“ bereitgestellt. Damit wird die erste Ausbauphase der Anlage finanziert, die es ermöglichen soll, jährlich bis zu 140.000 Batterien aus Elektrofahrzeugen zu verarbeiten. Diese Kapazität entspricht etwa 60.000 Tonnen ausgedienter Batterien oder 20.000 Tonnen „Black Mass“ – dem zerkleinerten Material, das aus gebrauchten Zellen gewonnen wird.

Die Anlage wird das von Cylib entwickelte OLiC-Verfahren nutzen, mit dem über 90 Prozent kritischer Rohstoffe wie Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan zurückgewonnen werden können. Diese Methode steigert nicht nur die Recycling-Effizienz, sondern reduziert den CO₂-Ausstoß im Vergleich zur Neugewinnung der Rohstoffe um 80 Prozent. Angesichts der wachsenden Nachfrage – bereits jedes vierte neu zugelassene Fahrzeug in Europa ist elektrisch – wird die Bedeutung dieser Materialien immer größer.

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Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von Cylib, dankte dem Land Nordrhein-Westfalen und der EU für die Unterstützung. Die Anlage werde eine Schlüsselrolle dabei spielen, Europas Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern und die Versorgungssicherheit für die Batterieproduktion zu stärken. Ab 2027 werde sie zeigen, wie fortschrittliches Recycling den Kontinent auf dem Weg zu mehr geopolitischer Unabhängigkeit bei strategischen Ressourcen voranbringen kann.

In der Dormagener Anlage wird die Black Mass aufbereitet, um wertvolle Materialien aus Lithium-Ionen-Batterien zurückzugewinnen. Nach der Inbetriebnahme wird sie jährlich das Äquivalent von 140.000 E-Auto-Batterien verarbeiten. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt, um Europas Versorgung mit kritischen Batterierohstoffen zu sichern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren.

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