Deutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum weltweiten Mobilfunkriesen
Elvira ZiegertDeutsche Telekom und T-Mobile US planen Mega-Fusion zum weltweiten Mobilfunkriesen
Deutsche Telekom und T-Mobile US loten mögliche Fusion aus – Entstehung des weltweit größten Mobilfunkbetreibers?
Deutsche Telekom und T-Mobile US prüfen eine mögliche Fusion, die den mit Abstand größten Mobilfunknetzbetreiber der Welt schaffen könnte. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, würden beide Unternehmen unter einer gemeinsamen Dachgesellschaft zusammengefasst. Doch die Verhandlungen stehen vor Herausforderungen – sowohl durch politischen Einfluss als auch wegen Skepsis an den Märkten.
Eine Fusion würde die Deutsche Telekom, die derzeit mit rund 141 Milliarden Euro bewertet wird, mit T-Mobile US zusammenführen, dessen Marktwert bei etwa 215 Milliarden Dollar liegt. Das entstehende Unternehmen würde China Mobile in puncto Größe übertreffen und sich als globaler Marktführer im Mobilfunksektor positionieren. Nach dem vorgeschlagenen Modell sollten die Anteile beider Konzerne über einen Aktientausch gebündelt werden, wobei die neue Gesellschaft sowohl in den USA als auch in Europa gelistet wäre – ähnlich wie bei der Fusion von Praxair und Linde.
Die Deutsche Telekom hält bereits rund 53 Prozent an T-Mobile US, das maßgeblich zu ihren Betriebserträgen beiträgt. Konzernchef Tim Höttges hat wiederholt die Bedeutung des US-Geschäfts betont und darauf hingewiesen, dass die zersplitterten Märkte und strengen Regulierungen in Europa das Wachstum begrenzen. Eine Fusion könnte den Bewertungsabschlag der Deutschen Telekom verringern und ihren Zugang zu Kapital verbessern.
Allerdings erschwert die Beteiligung des deutschen Staates in Höhe von 28 Prozent an der Deutschen Telekom die Verhandlungen. Politiker könnten Forderungen stellen – etwa den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland oder die Sicherung weiterer US-Investitionen. Gleichzeitig stehen nicht alle Analysten dem Deal positiv gegenüber: Einige argumentieren, dass Aktionäre von T-Mobile US ohne einen deutlichen Aufschlag kaum Vorteile hätten.
Wird die Fusion genehmigt, würde sie die globale Telekommunikationsbranche neu ordnen und einen Branchenprimus schaffen. Ob das Vorhaben gelingt, hängt davon ab, ob politische Auflagen erfüllt und skeptische Investoren überzeugt werden können. Das Ergebnis wird zeigen, ob das fusionierte Unternehmen größere finanzielle Spielräume und Marktmacht erschließen kann.






