Die Toten Hosen erhalten Ehrenmitgliedschaft für mutiges Musikprojekt gegen das Vergessen
Adalbert BiggenMusikakademie ehrt Die Toten Hosen für Gedenkprojekt - Die Toten Hosen erhalten Ehrenmitgliedschaft für mutiges Musikprojekt gegen das Vergessen
Düsseldorfs Robert-Schumann-Hochschule für Musik verleiht Die Toten Hosen nächste Monat die Ehrenmitgliedschaft. Die Punkband wird für eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Hochschule ausgezeichnet. Ihre gemeinsame Arbeit brachte Musik zurück auf die Bühne, die in der NS-Zeit verboten und 1938 in der Ausstellung "Entartete Musik" diffamiert worden war.
Die Kooperation begann 2013, als Die Toten Hosen drei Gedenkkonzerte mit den klassischen Musikern der Hochschule aufführten. Die Live-Mitschnitte erschienen noch im selben Jahr unter dem Titel "Entartete Musik – Willkommen in Deutschland" als Album. Im Mittelpunkt des Projekts standen Werke, die während der NS-Diktatur verpönt waren.
Sämtliche beteiligten Künstler*innen spendeten ihre Gage für Stipendien und Schülerkonzerte in Düsseldorf. Die Hochschule führt die Initiative heute als Vorbild für interdisziplinäre Zusammenarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und künstlerische Überzeugung an.
Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft findet am 13. November in einer offiziellen Zeremonie statt. Die Auszeichnung würdigt ein Projekt, das Punk und klassische Musik vereinte, um historisches Unrecht aufzuarbeiten. Die Erlöse aus den Konzerten kommen weiterhin jungen Musiker*innen in der Stadt zugute. Die Entscheidung der Hochschule unterstreicht die nachhaltige Wirkung der Zusammenarbeit auf das kulturelle und bildungspolitische Leben Düsseldorfs.






