24 March 2026, 18:19

Essen holt mit Bierdeckeln Meinungen zur Olympiabewerbung ein

Buch mit dem Titel "Olympische Übersicht Offizielle Veröffentlichung der Olympischen Bewegung" mit einer Stadtansicht auf dem Cover, das auf einer flachen Oberfläche liegt.

Essen holt mit Bierdeckeln Meinungen zur Olympiabewerbung ein

Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, um die öffentliche Meinung zu seiner Olympiabewerbung einzuholen – mit Bierdeckeln. Im Rahmen der Initiative "Pottdeckel" werden speziell bedruckte Deckel in rund 50 Bars und Restaurants der Stadt verteilt. Jeder trägt Fragen zur Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Rhein-Ruhr-Region.

Die Bierdeckel, die in Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Jacob Stauder verteilt werden, verfügen über zwei QR-Codes: Einer leitet Nutzer zu Informationen über die Bewerbung, der andere öffnet eine Plattform für anonymes Feedback. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Ansatz als eine einfache, lockere Möglichkeit, Bürger jenseits klassischer Beteiligungsformate zu erreichen.

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Die Kampagne "Pottdeckel Olympia" ist Teil von Essens umfassender Kommunikationsstrategie für die Bewerbung. Sie setzt auf eine basisnahe, persönliche Komponente, um spontane Diskussionen anzuregen. Später soll die Initiative auf andere lokale Themen ausgeweitet werden und zu einem dauerhaften Instrument der Bürgerbeteiligung werden.

Essen gehört zu vier deutschen Regionen – neben München, Hamburg und Berlin –, die sich aktiv um Olympische oder Paralympische Spiele bewerben. Das Rhein-Ruhr-Gebiet, zu dem auch Köln zählt, nutzt nun Gaststätten, um Gespräche über eine mögliche Rolle bei den Spielen in Gang zu bringen.

Die Bierdeckel bleiben langfristig im Umlauf und dienen als Kanal für öffentliches Feedback. Bürger können die Codes scannen, um ihre Meinung zur Bewerbung oder zu künftigen Stadtprojekten zu äußern. Ziel ist es, die politische Teilhabe im Alltag zugänglicher zu machen.

Quelle