15 May 2026, 10:21

Friedensnobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – doch die Debatte dreht sich um Trump

Eine Zeichnung von sitzenden und stehenden Menschen mit der Überschrift "Der Friedensvertrag für alle Parteien", die eine Diskussion über den Vertrag andeutet.

Friedensnobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – doch die Debatte dreht sich um Trump

Der Friedensnobelpreis 2024 wurde am Freitag an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen. Die Entscheidung löste unter Medienvertretern eine kontroverse Debatte aus, bei der sich die Meinungen über eine mögliche Auszeichnung für Donald Trump scharf spalteten.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Zeit Verlagsgruppe, Rolf-Erik Essen, wies Trumps Kandidatur kategorisch zurück. Er argumentierte, dass Aktivisten aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran die Auszeichnung weitaus verdienter hätten. Zudem übt Essen scharfe Kritik an Trumps Charakter und politischem Wirken.

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Dagegen bezog der Journalist Ulf Poschardt eine gegenteilige Position. Er bezeichnete Trump als „brillanten Strategen und Machtpolitiker“, der den Preis „wie kein anderer westlicher Politiker“ verdiene. Als Begründung verwies Poschardt auf Trumps jüngste Vermittlerrolle bei der Feuerpause im Gazastreifen.

Die Bekanntgabe fällt in eine Phase des Übergangs: Essen wird im Februar 2026 die Führung an Nils von der Kall übergeben. Derzeit verantwortet er den täglichen Newsletter kressexpress, der Branchennews, Personalien, Debatten und Stellenangebote der Verlagswelt aufbereitet.

Mit Machados Auszeichnung ist die diesjährige Vergabe des Friedensnobelpreises abgeschlossen. Die Würdigung ihres Einsatzes in Venezuela steht im Kontrast zur Kontroverse um Trumps Auslassung – ein Spiegel der tiefen Gräben, die sein politisches Erbe hinterlassen hat. Essens Abschied von der Zeit Verlagsgruppe markiert zugleich einen weiteren Wandel in der deutschen Medienlandschaft.

Quelle