19 April 2026, 06:20

Friseurpreise explodieren: Frauen zahlen 28 Prozent mehr als 2020

Ein Friseurladen in Berlin mit Gebäuden, Bäumen, Laternen und Passanten unter einem bewölkten Himmel.

Haarschnittpreise sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Frauen zahlen 28 Prozent mehr als 2020

Friseurpreise in Deutschland steigen stark – Frauen zahlen 28 Prozent mehr als 2020

Die Kosten für einen Friseurbesuch in Deutschland sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Frauen zahlen für Waschen, Schneiden und Föhnen heute im Schnitt 28 Prozent mehr als noch 2020 – der durchschnittliche Preis liegt bei etwa 54 Euro. Auch Männer und Kinder müssen für einen Haarschnitt fast ein Drittel mehr hinblättern als vor vier Jahren.

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2025 kostet eine Standardbehandlung für Frauen – inklusive Waschen, Schneiden und Föhnen – im Durchschnitt 54 Euro, während Männer etwa 33 Euro zahlen. Die Preise sind seit 2020 stark angestiegen, getrieben durch höhere Löhne, Energiekosten und Inflation. Betroffen sind alle Altersgruppen: Bei Männern und Kindern stiegen die Preise für einen einfachen Haarschnitt um 31 Prozent.

Struktureller Wandel in der Branche Auch die Friseurbranche selbst hat sich verändert. Barbiersalons, die oft günstiger sind, machen mittlerweile etwa ein Fünftel der 80.363 gemeldeten Friseurbetriebe in Deutschland aus. Ihr Wachstum verschärft den Wettbewerb für traditionelle Salons, vor allem in den Städten.

Trotz der Preiserhöhungen geben die meisten Kunden weiterhin moderat Geld aus: 28 Prozent zahlen zwischen 15 und 29 Euro pro Besuch, 20 Prozent liegen bei 30 bis 49 Euro. Der Umsatz der Branche erreichte 2024 7,67 Milliarden Euro, doch für 2025 wird ein Rückgang prognostiziert.

Fachkräftemangel bleibt ein Problem Die Zahl der Auszubildenden sank von 23.540 im Jahr 2014 auf 13.509 im Jahr 2023, auch wenn 2024 ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. Auffällig ist, dass immer mehr Männer in den Beruf einsteigen: 2023 stellten sie über ein Drittel der neuen Auszubildenden.

Höhere Kosten und Inflation treiben Preise – Branche im Umbruch Durch gestiegene Betriebskosten und Inflation sind die Friseurpreise seit 2020 deutlich geklettert. Während Barbiersalons expandieren und traditionelle Salons unter Druck geraten, passt sich die Branche an die veränderte Nachfrage an. Die Umsätze sind zwar noch stabil, doch für 2025 wird ein Rückgang erwartet.

Quelle