Fritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Kölner Parteiführung
Andree TrubinFritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Kölner Parteiführung
Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der lokalen Parteiführung und deren Umgang mit den jüngsten Wahlniederlagen.
Schramma warf der Kölner CDU vor, die Gründe für das schlechte Abschneiden bei den letzten Kommunalwahlen nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben. Zudem stellte er infrage, ob die aktuellen Führungskräfte der Partei ihrer Rolle genug Zeit widmeten. Der CDU-Kandidat Markus Greitemann war bei den jüngsten Kommunalwahlen gescheitert und hatte es nicht einmal in die Stichwahl geschafft. Stattdessen festigten die Grünen ihre Position im Rennen. Schramma argumentierte, die Partei habe die Ursachen für diese Niederlage nicht gründlich genug analysiert.
Seine Kritik richtete sich insbesondere gegen Bernd Petelkau, den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kölner Stadtrat. Petelkau wies Schrammas Vorwürfe zurück und verteidigte den Kurs der Partei. Schramma jedoch bestand darauf, dass die Führung der Kölner CDU kein "Nebenjob" sein dürfe, und betonte: "Die Parteiarbeit in Köln ist kein Hobby."
Aktuell wird die Kölner CDU von Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete, sowie Florian Braun, Landtagsabgeordneter, geführt. Schrammas Austritt unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Partei über ihre Ausrichtung und Führungsstruktur.
Sein Rückzug stellt die Kölner CDU vor weitere Fragen zu ihrer internen Organisation. Die Partei muss nun nicht nur die jüngsten Wahlniederlagen aufarbeiten, sondern auch die geäußerten Bedenken hinsichtlich ihrer Führung angehen. Schrammas Abgang markiert eine weitere Herausforderung für die CDU, die in der Kommunalpolitik wieder an Boden gewinnen will.






