18 April 2026, 02:23

Frohnhausens Anwohner fordern Lösungen für Verkehr, Kinderbetreuung und Jugendzentren

Eine belebte Stadtstraße mit hohen Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternenpfählen und Werbetafeln im Hintergrund.

Frohnhausens Anwohner fordern Lösungen für Verkehr, Kinderbetreuung und Jugendzentren

Rund 120 Anwohner trafen sich zum ersten Bürgerdialog des Jahres in Frohnhausen mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen lokale Anliegen – von der Verkehrssicherheit über die Kinderbetreuung bis hin zu Gemeinschaftsräumen. Frohnhausen, in dem etwa 33.400 Menschen leben, zählt zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen Essens.

Während der Versammlung brachten die Anwohner mehrere drängende Probleme zur Sprache. Besonders kritisiert wurden die Verkehrsprobleme in der Gervinusstraße und der Adelkampstraße sowie die unzureichenden Takte der Buslinie 145. Viele äußerten zudem ihre Enttäuschung über die Schließung des Jugendzentrums in der Harkortstraße im benachbarten Holsterhausen.

Oberbürgermeister Kufen ging auf diese Sorgen ein und kündigte neue Investitionen an. So sollen Spielplätze und Grünflächen in Kürze aufgewertet werden, während die Sanierungsarbeiten im Stadtteil fortgesetzt werden. Auch die Verkehrssicherheit rund um Schulen wird verbessert, darunter die Einrichtung einer neuen Bring- und Holzone an der Cosmas-und-Damian-Schule. Ein von Anwohnern gewünschter Fußgängerüberweg an der Berliner Straße wurde jedoch noch nicht genehmigt.

Ein weiteres zentrales Thema war die Kinderbetreuung. Zwar soll das Angebot für Kinder unter drei Jahren ausgebaut werden, doch der Bedarf an Plätzen für ältere Kinder bleibt hoch. Kufen lobte zudem die starke soziale Infrastruktur des Stadtteils, zu der gut organisierte Unterstützungsangebote für Zugewanderte und ein umfangreiches Jugendangebot gehören. Mehr als ein Drittel der Frohnhausener besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft oder ausschließlich eine nicht-deutsche, bei den Minderjährigen liegt dieser Anteil bei fast 58 Prozent.

Der Oberbürgermeister rief zu mehr bürgerlichem Engagement auf und ermutigte die Anwohner, sich ehrenamtlich zu beteiligen oder sogar Patenschaften für Spielplätze zu übernehmen. Aktive Mitgestaltung sei entscheidend für die Zukunft des Viertels, betonte er.

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Der Dialog zeigte sowohl die Herausforderungen als auch die geplanten Verbesserungen in Frohnhausen auf. Investitionen in Spielplätze, Grünflächen und Verkehrssicherheit stehen nun auf der Agenda, doch einige Punkte – wie der Fußgängerüberweg – sind noch ungeklärt. Die Anwohner werden die weiteren Entwicklungen genau verfolgen, während der Stadtteil daran arbeitet, ihre Anliegen umzusetzen.

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