Gelähmter Landwirt erntet 16 Stunden nonstop – mit selbstgebautem Kran
Adalbert BiggenGelähmter Landwirt erntet 16 Stunden nonstop – mit selbstgebautem Kran
Ein Landwirt in Nordrhein-Westfalen hat trotz einer lebensverändernden Behinderung seine Maisernte abgeschlossen. Martin Kraemer, der vor 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall gelähmt wurde, arbeitete 16 Stunden am Stück, um die Ernte rechtzeitig einzubringen. Seine Entschlossenheit und speziell angepasste Technik machten es möglich.
Kraemer verlor durch den Unfall die Bewegungsfähigkeit in seinen Beinen, weigerte sich jedoch, seinen Beruf als Lohnunternehmer in der Landwirtschaft aufzugeben. Um weiter arbeiten zu können, investierte er 20.000 Euro in einen maßgefertigten Kran. Dieses Gerät hebt ihn in die Kabine seines Erntemaschines, sodass er sie selbstständig bedienen kann.
Da die Ernte in die entscheidende Phase ging, war die Zeit knapp. Kraemer durchhielt 16 Stunden ohne Pause im Mähdrescher, um den Mais termingerecht einzubringen. Seine Geschichte erregte die Aufmerksamkeit lokaler Medien und wurde in einer Folge der WDR Lokalzeit LandSchafft auf YouTube vorgestellt.
Trotz seiner Verletzung bleibt Kraemer aktiv im Beruf. Seine angepasste Ausstattung und sein unermüdlicher Einsatz ermöglichen es ihm, die gleiche Arbeitslast zu bewältigen wie jeder andere Lohnunternehmer. Die Ernte ist nun abgeschlossen – dank Kraemers Einsatz und Einfallsreichtum. Sein spezieller Kran und die langen Arbeitsstunden sorgten dafür, dass die Arbeit pünktlich erledigt wurde. Die WDR Lokalzeit LandSchafft zeigt in ihrer Sendung, wie er trotz seiner Behinderung weiter als Landwirt tätig ist.






