Großrazzia in Münster: Zoll nimmt mutmaßliche Bau-Betrüger fest
Großrazzia unter Leitung des Hauptzollamts Münster führt zu Festnahmen und Durchsuchungen
Bei einer groß angelegten Aktion des Hauptzollamts Münster kam es heute zu Festnahmen und Hausdurchsuchungen. Im Fokus steht der Verdacht auf Betrug durch eine Baufirma, die Mitarbeiter nicht angemeldet und Löhne einbehalten haben soll. Zwei Haftbefehle wurden in den frühen Morgenstunden in Münster und Senden vollstreckt.
An der Razzia beteiligten sich fast 110 Zollbeamte, rund 40 Bundespolizisten sowie mehrere Staatsanwälte und kommunale Mitarbeiter. Sieben Objekte wurden durchsucht, wobei Spürhunde zum Aufspüren von verstecktem Bargeld eingesetzt wurden.
Der Hauptverdächtige, ein 33-jähriger Mann, soll ein Bauunternehmen betrieben haben, ohne Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig anzumelden oder die erforderlichen Abgaben zu zahlen. Ihm werden zudem Lohnvorenthaltung und Betrug vorgeworfen. Eine 54-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann stehen im Verdacht, ihn dabei unterstützt zu haben.
Der 61-Jährige wurde zusätzlich wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen in einem anderen Verfahren festgenommen. Der 33-Jährige wurde zu Hause verhaftet, da Fluchtgefahr und die Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten bestanden. Sein Besitz war bereits 2022 im Zusammenhang mit ähnlichen Vorwürfen durchsucht worden.
Gegen den Hauptverdächtigen laufen nun Ermittlungsverfahren vor dem Amtsgericht Münster. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen Arbeitsbetrug und Finanzdelikte vorzugehen. Die Ermittler prüfen weiterhin das volle Ausmaß des mutmaßlichen Betrugssystems.
