Grundschüler kontrollieren mit Polizei riskantes Fahrverhalten vor ihrer Schule
Elvira ZiegertGrundschüler kontrollieren mit Polizei riskantes Fahrverhalten vor ihrer Schule
Schülerinnen und Schüler der Grundschule Fellinghausen haben kürzlich gemeinsam mit der örtlichen Polizei Verkehrscontrollen in der Nähe ihrer Schule durchgeführt. Die Aktion sollte die Verkehrssicherheit verbessern – angesichts eines deutlichen Anstiegs der Unfallzahlen mit Kindern im Straßenverkehr. Die Kinder übernahmen dabei eine aktive Rolle: Sie beobachteten Autofahrer und verteilten Hinweiszettel.
Im Fokus der gemeinsamen Streifen standen Rasen sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Gerade zu den Zeiten, in denen Schülerinnen und Schüler zur Schule oder zu Freizeitaktivitäten unterwegs waren, häufen sich solche Verstöße.
Bei den Kontrollen wurden 118 Fahrzeuge angehalten. 36 Fahrer erhielten eine freundliche Ermahnung, weil sie gegen Verkehrsregeln verstoßen hatten, während 81 ein Dankesschreiben für vorbildliches Verhalten überreicht wurde. Zudem wurden in Osthelden während der Mittagspatrouillen – ohne Beteiligung der Kinder – zwei Knöllchen wegen zu hoher Geschwindigkeit ausgestellt.
Landrat Andreas Müller lobte die Schüler für ihr engagiertes und hilfsbereites Mitwirken. Polizeidirektor Marcel Zirnsak ergänzte, Kinder hätten eine besondere Wirkung, wenn es darum gehe, Autofahrern vor Augen zu führen, was auf den Straßen auf dem Spiel stehe. Der Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund eines drastischen Anstiegs der Kinderunfälle im Vergleich zum Vorjahr – die Zahlen waren um 74 Prozent gestiegen.
Die Verkehrsüberwachung machte einmal mehr auf die anhaltenden Sicherheitsprobleme im Umfeld von Schulen aufmerksam. Durch die Teilnahme der Kinder rückte das Thema riskantes Fahrverhalten in den Fokus. Die Behörden hoffen, dass die Initiative Autofahrer zu mehr Umsicht im Straßenverkehr anregt.
