Herfords erstes stationäres Hospiz entsteht in historischem Gebäude
Erstes stationäres Hospiz im Kreis Herford nimmt Gestalt an
In Herford entsteht das erste stationäre Hospiz des Kreises. Ein historisches Gebäude in der Stadt, das einst eine Tagesklinik beherbergte, wird derzeit zu einer spezialisierten Pflegeeinrichtung umgebaut. Die Bauarbeiten laufen bereits, die Eröffnung ist für den Sommer 2026 geplant.
Das Haus „Unter den Linden 41“ steht seit über 140 Jahren. Bis zum Sommer 2024 diente es als Standort der Tagesklinik der Kreiskliniken. Nun leitet Architekt Byron-Leigh Brown den Umbau zum Hospiz – unter strenger Einhaltung der Denkmalschutzauflagen, da das Gebäude unter Schutz steht.
Das neue Hospiz wird eine Bruttogeschossfläche von rund 2.200 m² umfassen und zehn Gästezimmer bieten. Betrieben wird die Einrichtung von der Hospiz Herford gGmbH, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft. Die Personalplanung und die Kooperation mit Partnern laufen bereits.
Finanziert wird das Projekt durch eine Stiftung sowie eine Förderung der Sparkasse Herford. Kürzlich führte Landrat Jürgen Müller den Stiftungsrat der Stiftung „Zukunft im Wittekindsland“ durch die Baustelle, um den Fortschritt zu begutachten. Zudem werden Spenden für das Hospiz entgegengenommen – die Mittel fließen in den Stiftungsfonds für Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis.
Das stationäre Hospiz ergänzt die bestehenden ambulanten Angebote in der Region, ersetzt sie aber nicht. Ziel ist es, die Hospiz- und Palliativversorgung für die Bevölkerung vor Ort zu stärken. Die Fertigstellung bleibt für Mitte 2026 vorgesehen.
