10 June 2026, 12:32

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte für Milliarden übernehmen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte für Milliarden übernehmen

Indischer Stahlriese Jindal Steel legt unverbindliches Angebot für Thyssenkrupp-Stahlsparte vor

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Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein unverbindliches Angebot für den Kauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das Vorhaben sieht Investitionen von über zwei Milliarden Euro vor und umfasst den Bau eines Direktreduktionswerks (DRI-Anlage) in Duisburg. Der Vorstand von Thyssenkrupp wird nun die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Angebots prüfen – ebenso wie die Folgen für die Arbeitsplätze.

Jindal Steel zählt zu den größten integrierten Stahlproduzenten Indiens und ist mit Standorten in Afrika und Australien vertreten. Noch in diesem Jahr hatte das Unternehmen einen Stahlhersteller in Tschechien übernommen und bewirbt sich derzeit um einen weiteren in Italien. Im letzten Geschäftsjahr verzeichnete Jindal Steel einen Umsatz von zwölf Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 22 Prozent.

Laut Angebot plant Jindal Steel, die Kapazität der Lichtbogenöfen in Duisburg um mehr als zwei Milliarden Euro auszubauen. Zudem will das Unternehmen das industrielle Erbe der Sparte bewahren und sie zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas entwickeln. Teil des Gebots ist auch die Zusage, in einen offenen Dialog mit dem Betriebsrat von Thyssenkrupp zu treten.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 261 Millionen Euro. Der Vorstand wird nun bewerten, ob das Angebot zu den Zielen in Sachen Nachhaltigkeit, Arbeitsplatzsicherheit und langfristiger Rentabilität passt.

Sollte der Deal zustande kommen, könnte er die Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp unter der Führung von Jindal Steel grundlegend umgestalten. Die Investitionen in die DRI-Anlage in Duisburg und den Ausbau der Lichtbogenofen-Kapazitäten würden die grüne Transformation der Sparte vorantreiben. Die endgültige Entscheidung liegt nach weiteren Prüfungen beim Thyssenkrupp-Vorstand.

Quelle