Infineon streicht Jobs in Warstein und verlagert Produktion nach Ungarn
Jolanta MeyerInfineon streicht Jobs in Warstein und verlagert Produktion nach Ungarn
Infineon baut Stellen am Standort Warstein ab – Produktion teilweise nach Ungarn verlagert
Nach einem deutlichen Nachfragerückgang im Elektroauto-Sektor streicht Infineon Arbeitsplätze an seinem Werk in Warstein. Zudem verlagert das Unternehmen Teile der Produktion nach Ungarn, um Überkapazitäten abzubauen. Gleichzeitig hat der Chiphersteller eine neue Produktlinie für Industriekunden auf den Markt gebracht.
Von den Stellenstreichungen betroffen ist eine dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen in Warstein. Die Geschäftsführung bietet betroffenen Mitarbeitenden Vorruhestandsregelungen und Abfindungen an. Lediglich Beschäftigte in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur behalten ihre Positionen.
Die neue Produktreihe "EasyPACK C" setzt auf Siliziumkarbid-Technologie für industrielle Anwendungen. Die Module bieten eine höhere Leistungsdichte und eine deutlich längere Lebensdauer als ältere Versionen. Mit dieser Neuausrichtung versucht Infineon, sich vom schwächelnden E-Auto-Markt zu distanzieren.
Die Fertigung von Leistungsmodulen wird künftig am Standort Cegléd in Ungarn gebündelt. Ziel des Schritts sind Kostensenkungen und eine effizientere Produktionsstruktur. Investoren werden die Quartalszahlen für das vierte Quartal gespannt erwarten, die Infineon am 12. November vorlegt. Im Fokus der Analysten steht dabei, wie das Unternehmen die Krise im Automobilsektor bewertet und welche Chancen es in den neuen Industrieprodukten sieht.
Ob Infineons strategische Neuausrichtung gelingt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Die Geschäftszahlen könnten zudem die Aktienperformance des Konzerns beeinflussen. Aktuell liegt der Schwerpunkt darauf, die Kosten zu senken und das Engagement in industriellen Märkten auszubauen.






