25 June 2026, 20:14

John Eliot Gardiner erneut in der Kritik nach peinlichem Vorfall in Leipzig

Videoanalyse im Gardiner-Fall

John Eliot Gardiner erneut in der Kritik nach peinlichem Vorfall in Leipzig

John Eliot Gardiner steht erneut in der Kritik wegen angeblichen Fehlverhaltens bei einem jüngsten Auftritt. Der Vorfall ereignete sich während eines Konzerts in Leipzig mit seinem neu gegründeten Constellation Ensemble. Augenzeugen berichteten von einer angespannten Situation während des Schlussapplauses.

Die Kontroverse um den renommierten Dirigenten hatte bereits begonnen, nachdem er bei einem Bach-Festival in Frankreich einem Bassisten angeblich ins Gesicht geschlagen haben soll. Gardiner entschuldigte sich später für den Vorfall, doch sein Monteverdi Choir weigerte sich daraufhin, weiter mit ihm zusammenzuarbeiten. Dies führte zur Gründung seines neuen Ensembles, des Constellation Ensemble.

Beim Leipziger Konzert nahm Gardiner eine Papierrolle und versuchte, sie einem Mitarbeiter während des Schlussbeifalls in das Hemd zu stecken. Die betroffene Person schien sich gegen die Geste zu wehren. Gardiner erklärte später, er habe nicht mit dieser Reaktion gerechnet und die Rolle eigentlich hinter ihrem Halskettenband platzieren wollen.

Auf die Kritik angesprochen, zeigte sich Gardiner überzeugt, nichts Verwerfliches getan zu haben. Seine Aussage spiegelt eine breitere Debatte über sich wandelnde Maßstäbe für Verhalten wider, das in professionellen Kreisen einst als akzeptabel galt.

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Der Leipziger Vorfall verstärkt die anhaltende Prüfung von Gardiners Verhalten. Sein neues Ensemble tritt weiterhin auf, doch die Reaktionen von Musikern und Publikum bleiben gespalten. Die gesellschaftlichen Erwartungen an professionelles Auftreten haben sich offenbar weiterentwickelt – und manche Handlungen der Vergangenheit werden heute neu bewertet.

Quelle