20 March 2026, 16:21

Junge Menschen in NRW zweifeln zunehmend an der Demokratie – Studie schlägt Alarm

Ein Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das besagt: "Wir müssen die sozialen Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", dekoriert mit Sternen.

Junge Menschen in NRW zweifeln zunehmend an der Demokratie – Studie schlägt Alarm

Eine neue Studie aus Nordrhein-Westfalen offenbart wachsende Sorgen über die Haltung junger Menschen zur Demokratie. Nur die Hälfte der Befragten zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Funktionsweise des Systems. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnte nun, dass extremistische Online-Botschaften die Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen vorantreiben.

Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Rückgang der demokratischen Unterstützung, insbesondere bei den 19- bis 29-Jährigen – fast die Hälfte von ihnen steht nicht-demokratischen Alternativen offen gegenüber.

Die Studie unterscheidet drei Gruppen: 44 Prozent werden als "überzeugte Demokraten" eingestuft, 42 Prozent als "fragile Demokraten" und 8 Prozent als "Demokratiegegner". Besonders alarmierend: Fast die Hälfte der Befragten stimmte der Aussage zu, die Gesellschaft würde von "einer starken Einzelpartei" profitieren. Weitere 15 Prozent hielten eine Diktatur unter bestimmten Umständen sogar für akzeptabel.

Prien betonte, dass die klassische politische Bildung in Schulen mit der Geschwindigkeit der Online-Radikalisierung nicht Schritt halten könne. Sie verwies auf soziale Medien, Chatgruppen und Gaming-Communities als zentrale Plattformen, auf denen junge Menschen mit Frauenfeindlichkeit, Gewalt und extremistischen Ideologien konfrontiert werden. Auch der Studienleiter teilte diese Bedenken und warnte vor mittelfristigen Risiken für die Demokratie, sollte die Unterstützung weiter schwinden.

Ein klarer Zusammenhang zeigte sich zwischen persönlichem Wohlbefinden und demokratischer Einstellung: Wer mit seinem Leben zufrieden war, bewertete auch die gesellschaftlichen Verhältnisse deutlich positiver. Die Forscher fordern nun verstärkte Programme zur politischen Bildung, um demokratische Resilienz zu stärken und der digitalen Radikalisierung entgegenzuwirken.

Die Studie unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf angesichts nachlassender demokratischer Unterstützung bei jüngeren Generationen. Mit fast der Hälfte unzufriedener junger Menschen und einer bedeutenden Minderheit, die autoritäre Alternativen in Betracht zieht, wächst der Druck auf die Politik, die politische Bildung zu reformieren. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem die Rolle digitaler Räume bei der Prägung politischer Haltungen – gezielte Maßnahmen gegen extremistische Einflüsse werden immer dringlicher.

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