KI und Telemedizin revolutionieren die Intensivmedizin in deutschen Kliniken
Jolanta MeyerKI und Telemedizin revolutionieren die Intensivmedizin in deutschen Kliniken
Deutsches Health-Tech-Unternehmen entwickelt Plattform zur Verbesserung der Intensivmedizin durch Telemedizin
Das deutsche Gesundheitsunternehmen Clinomic hat eine Plattform entwickelt, die die Intensivmedizin durch Telemedizin optimiert. Mona TeleICU ermöglicht Ärztinnen und Ärzten die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und beschleunigt den Zugriff auf kritische Patientendaten. Das System wird bereits in mehreren Krankenhausverbünden in Deutschland eingesetzt.
Clinomic entstand 2019 als Ausgründung der RWTH Aachen. Geleitet wird das Unternehmen von zwei Intensivmedizinern: Dr. Arne Peine, dem technischen Geschäftsführer (CTO), und Dr. Lukas Martin, dem Vorstandsvorsitzenden (CEO). Ihre Plattform Mona TeleICU ist nun als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert – ein Zeichen für hohe Sicherheits- und Leistungsstandards.
Die Lösung nutzt durchgehend verschlüsselte Verbindungen für den sicheren Echtzeit-Austausch von Daten. Sie ist mit dem Mona PDMS (Patient Data Management System) kompatibel und entspricht dem HL7-FHIR-Standard, was eine nahtlose Anbindung an andere klinische Systeme und Medizingeräte ermöglicht. KI-gestützte Funktionen wie Spracherkennung und automatisierte Dokumentation laufen auf der sicheren Infrastruktur der Clinomic Cloud.
In Deutschland unterstützt Mona TeleICU schnelle Konsile und interdisziplinäre Teamarbeit in der Intensivmedizin. Krankenhäuser nutzen die Plattform für telemedizinische Beratungen, um Entscheidungsverzögerungen bei der Behandlung zu minimieren. Zudem erhielt Clinomic Fördergelder für das EU-Projekt ICUdata4Europe, das Intensivmedizin-Daten europaweit für die Forschung zugänglich machen soll.
Mona TeleICU stärkt die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Intensivmedizin durch verbesserten Datenzugriff und hohe Sicherheit. Die Zertifizierung als Medizinprodukt sowie die KI-Tools helfen Ärzteteams, effizienter zu arbeiten. Durch die Beteiligung am EU-Projekt ICUdata4Europe könnte die Plattform künftig auch in Forschung und klinischer Praxis eine noch größere Rolle spielen.






