15 May 2026, 06:19

Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Demonstration, mit Informationsschildern, Puppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind nach der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im August 2024 verurteilt worden. Ihr Protest verursachte erhebliche Störungen, führte zu Flugausfällen und finanziellen Verlusten für den Flughafen. Das Duo muss nun mit Bewährungsstrafen, Geldbußen und gemeinnütziger Arbeit rechnen.

Der Vorfall ereignete sich, als sich ein 27-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau auf einem Zuführungsweg einer der Hauptstartbahnen des Flughafens festklebten. Ihre Blockade zwang zur Streichung von 20 Flügen, leitete ein ankommendes Flugzeug um und veranlasste drei weitere Maschinen zur Rückkehr an die Gates. Rund 3.000 Passagiere saßen direkt fest, während weitere 13.000 mit Verspätungen oder Folgeerscheinungen konfrontiert waren.

Die Aktion war Teil einer größeren Kampagne – an demselben Tag gab es ähnliche Proteste an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg. Das Gericht sprach beide Angeklagten wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung schuldig. Als Strafe erhielt der 27-Jährige eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige neun Monate, ebenfalls auf Bewährung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zusätzlich zu den Haftstrafen müssen beide jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Flughafen verzeichnete durch die Protestaktion mindestens 50.000 Euro Verluste.

Das Urteil beendet einen Fall, der die Auswirkungen von Klimaprotesten auf kritische Infrastruktur deutlich machte. Die Aktion der Aktivisten löste betriebliches Chaos, hohe Kosten und erhebliche Beeinträchtigungen für tausende Reisende aus. Beide müssen nun neben finanziellen Sanktionen und gemeinnütziger Arbeit auch mit rechtlichen Konsequenzen leben.

Quelle