Kölner Helios-Schule: Eröffnung erst 2027 wegen schwerer Baumängel und explodierender Kosten
Andree TrubinKölner Helios-Schule: Eröffnung erst 2027 wegen schwerer Baumängel und explodierender Kosten
Eröffnung der Kölner Helios-Schule um drei Jahre auf 2027 verschoben
Die für 2024 geplante Eröffnung der Helios-Schule in Köln muss um drei Jahre auf 2027 verschoben werden. Schwere Mängel an der Fassade und im Baugrund haben die Stadt gezwungen, einzugreifen – unter anderem wurden Verträge mit zentralen am Projekt beteiligten Firmen gekündigt.
Die Helios-Schule sollte als Leuchtturmprojekt mit modernem Lernkonzept und in Kooperation mit der Universität zu Köln entstehen. Doch Bauprobleme haben die ursprünglichen Pläne durchkreuzt.
Die Stadt hat inzwischen die Verträge mit dem Fassadenbauer sowie dem Planer für die Gebäudetechnik beendet. Die festgestellten Mängel an Fassade und Baugrund waren so gravierend, dass die Arbeiten gestoppt werden mussten. Ein Gutachter prüft nun die gesamte Außenhülle auf weitere Schäden.
Die Kosten sind mittlerweile von ursprünglich 92 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro explodiert. Neue technische Anforderungen, insbesondere an Mess- und Steuerungssysteme, sind inzwischen fünfmal komplexer als ursprünglich vorgesehen. Verärgerte Eltern, die unter den wiederholten Verzögerungen leiden, haben für November eine Protestaktion angekündigt.
Stadtvertreter untersuchen zudem, ob sich weitere Baumängel an anderen Stellen der Sanierung finden. Mit der Verschiebung der Eröffnung auf 2027 steht der Helios-Schule nun eine langwierige und kostspielige Nachbesserung bevor. Die Stadt muss die Defizite beheben, die steigenden Ausgaben in den Griff bekommen und den betroffenen Familien die Rückschläge erklären.






