Kölner OB Burmester wird bei Karnevalseröffnung mit Vorgängerin verwechselt
Jolanta MeyerCarnival-Präsident Köln noch nicht an neuen Bürgermeister gewöhnt - Kölner OB Burmester wird bei Karnevalseröffnung mit Vorgängerin verwechselt
Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester bei Karnevalseröffnung mit Vorgängerin verwechselt
Zu Beginn der diesjährigen Karnevalsfeierlichkeiten in Köln wurde der neue Oberbürgermeister Torsten Burmester mit seiner Vorgängerin verwechselt. Der Fauxpas unterlief Christoph Kuckelkorn, dem leitenden Karnevalsorganisator der Stadt, während einer traditionellen Veranstaltung. Der Vorfall unterstreicht das enge, mitunter aber auch verwirrende Verhältnis zwischen den lokalen Führungspersönlichkeiten und den fest verwurzelten Festtagsbräuchen der Domstadt.
Torsten Burmester übernahm 2023 das Amt des Kölner Oberbürgermeisters von Henriette Reker, die die Stadt seit 2015 regiert hatte. Der Wechsel an der Spitze markierte zwar einen Führungswechsel, doch wie sich Burmesters Herangehensweise im Umgang mit den Karnevalsvereinen von der seiner Vorgängerin unterscheidet, ist öffentlich kaum dokumentiert.
Bei der Eröffnung des Karnevals überreichte Kuckelkorn Burmester traditionell eine symbolische Kopfbedeckung sowie einen Verdienstorden – eine übliche Geste zur Begrüßung neuer Oberbürgermeister. In einem Moment der Verwirrung redete er den Amtsinhaber jedoch kurzzeitig mit "Frau Reker" an. Den Patzer gab er später bei einem Empfang im Rathaus gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zu.
Trotz des Missgeschicks lobte Kuckelkorn Burmester als einen Oberbürgermeister, der gut mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt trete. Besonders hob er dessen Fähigkeit hervor, die Bedürfnisse und Emotionen der Menschen zu verstehen – eine Eigenschaft, die in der eng zusammengewachsenen Kölner Karnevalsgemeinde hoch geschätzt wird. Die Organisatoren pflegen traditionell ein besonders inniges Verhältnis zum Oberbürgermeister, da das Fest tief in der städtischen Kultur und ihren zeremoniellen Abläufen verankert ist.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die langjährige Verbindung zwischen dem Kölner Oberbürgermeisteramt und den Karnevalstraditionen. Burmesters Aufnahme durch die Veranstalter deutet darauf hin, dass die Zusammenarbeit trotz des Wechsel an der Spitze Kontinuität bewahrt. Vorerst steht jedoch das Feiern im Mittelpunkt – und die Rolle, die der Oberbürgermeister dabei einnimmt.






