17 March 2026, 02:17

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Eine Silbermedaille mit einem Porträt von Karl Marx auf weißem Hintergrund.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa ist in Aachen mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt ihren Einsatz für Demokratie in Belarus – ein Kampf, der sie einst selbst ins Gefängnis brachte. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sitzen im Land noch immer über 1.000 politische Gefangene hinter Gittern.

Die Verleihung des Preises war bereits vor vier Jahren angekündigt worden, als Kalesnikawa noch in Belarus inhaftiert war. Damals sah sie die Auszeichnung als starkes Zeichen europäischer Solidarität. Mittlerweile in Deutschland lebend, berichtete sie Journalisten von dem Moment, in dem sie im Gefängnis von der Ehrung erfuhr.

Im Gespräch beschrieb sie die Freude über die Auszeichnung, betonte jedoch, dass ihr Fokus auf denjenigen liege, die noch immer in Haft seien. Gemeinsam mit den Mitaktivistinnen Veronika Zepkalo und Swjatlana Zichanouskaja setzt sich Kalesnikawa weiterhin für demokratischen Wandel in ihrer Heimat ein.

Trotz aller Repressionen blickt sie hoffnungsvoll in die Zukunft Belarus' und ist überzeugt, dass das Land eines Tages frei und demokratisch sein werde. Gleichzeitig forderte sie die europäischen Regierungen auf, mehr zu tun – etwa durch Unterstützung für exilierte Belarussen und die Opposition, die im Land weiter gegen die Diktatur kämpft.

Der Karlspreis ehrt Kalesnikawas Engagement für die europäische Einheit und demokratische Rechte. Während ihrer Preisverleihung berichteten Menschenrechtsgruppen von mindestens 1.150 politischen Gefangenen, die in Belarus weiterhin inhaftiert sind. Für sie selbst bleibt die neu gewonnene Freiheit mit der Last verbunden, zu wissen, dass viele Freunde noch immer hinter Gittern sitzen.

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