16 April 2026, 10:21

Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe in turbulenter Zeit

Ein großes mehrstöckiges Gebäude mit zahlreichen Fenstern, identifiziert als die Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt, Deutschland, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe in turbulenter Zeit

Thyssenkrupp Steel Europe ernannt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden

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Die Bestellung erfolgt in einer schwierigen Phase für das Unternehmen, das mit schwacher globaler Nachfrage und dem Druck durch günstige Importe aus Asien zu kämpfen hat. Jaroni wird die Firma nun durch einen umfassenden Umstrukturierungsplan führen.

Marie Jaroni gehört seit Oktober 2014 dem Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe an. Zuvor leitete sie die Bereiche Vertrieb und Transformation des Unternehmens. Ihre Erfahrung in diesen Funktionen prägte maßgeblich das jüngste Restrukturierungspaket, das Stellenabbau und Effizienzsteigerungen vorsieht.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach dem neuen Plan soll diese Zahl bis 2030 auf etwa 16.000 sinken. Jaroni spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zu dieser Vereinbarung und erhielt dafür Lob von Arbeitnehmervertretern.

Knut Giesler von der IG Metall hob ihre Fairness und ihre Fähigkeit zur Konsensbildung hervor. Auch Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, würdigte Jaronis strategische Weitsicht. Ihr Vertrag als Vorstandsvorsitzende wurde nun bis 2030 verlängert, was ihr langfristige Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens überträgt.

Der Stahlhersteller sieht sich weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert, darunter eine schwache globale Wirtschaftslage und Konkurrenz durch preiswerte asiatische Importe. Diese Faktoren verstärken den Druck, die Umstrukturierung und Kostensenkungsmaßnahmen zügig voranzutreiben.

Mit Jaroni an der Spitze wird Thyssenkrupp Steel Europe den Personalabbau und die Effizienzoffensive weiter vorantreiben. Ziel ist es, die Geschäfte trotz schwieriger Marktbedingungen zu stabilisieren. Ihr verlängertes Mandat sichert dabei Kontinuität in der Führung während dieser entscheidenden Phase.

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