20 March 2026, 14:19

Mehr Radunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Nässe und Dunkelheit gefährden Fahrradfahrer

Eine Gruppe von Menschen, die nachts auf Fahrrädern eine gut beleuchtete Stadtstraße entlangfahren, alle tragen Helme.

Mehr Radunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Nässe und Dunkelheit gefährden Fahrradfahrer

Radunfälle mit Fahrradfahrern nehmen im Rhein-Kreis Neuss zu – Nässe und schlechte Sicht als Hauptursachen

Im Rhein-Kreis Neuss hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern zugenommen, wobei nasse Straßenverhältnisse und eingeschränkte Sicht eine zentrale Rolle spielen. Im Jahr 2025 verzeichnete der Kreis 609 fahrradbezogene Vorfälle, darunter sieben Todesfälle und 101 schwere Verletzungen. Die Behörden appellieren an Radfahrer und Autofahrer, mit Beginn von Herbst und Winter besonders umsichtig zu sein, da in dieser Jahreszeit die Risiken steigen.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine besorgniserregende Entwicklung in der Verkehrssicherheit für Radfahrer. Allein im Oktober 2025 gab es im Rhein-Kreis Neuss 21 Unfälle – weniger als in den Sommermonaten, aber dennoch alarmierend. Drei dieser Vorfälle im November endeten mit schweren Verletzungen. In einem Fall stürzte ein betrunkener Radfahrer in Grevenbroich, nachdem er auf nassem Laub ausgerutscht war, und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Ein weiterer Unfall ereignete sich, als ein 14-jähriger E-Bike-Fahrer in Dormagen die Vorfahrt missachtete und es zu einer Kollision kam. Bei einem weiteren Vorfall verkeilte sich das Rad eines Fahrradfahrers in den Straßenbahnschienen auf einer rutschigen Straße, woraufhin er stürzte und sich verletzte.

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Experten weisen darauf hin, dass nasse Fahrbahnen, frühe Dunkelheit und eingeschränkte Sichtbarkeit Herbst und Winter zu besonders gefährlichen Jahreszeiten für Radfahrer machen. Radfahrern wird geraten, stets einen Helm zu tragen, helle Kleidung und Reflektoren anzulegen, um besser sichtbar zu sein. Zudem sollte jedes Fahrrad mit einer funktionierenden Front- und Rückleuchte ausgestattet sein. Radfahrer sollten nach Möglichkeit Radwege nutzen, ausreichend Abstand halten und die Verkehrsregeln einhalten.

Doch auch Autofahrer tragen eine Mitverantwortung für die Sicherheit im Straßenverkehr. Die Behörden betonen, dass alle Verkehrsteilnehmer in schlechtem Wetter besonders aufmerksam sein müssen. Schon einfache Maßnahmen – wie das Abbremsen in der Nähe von Radfahrern oder das Kontrollieren des toten Winkels – können Schlimmeres verhindern.

Die Daten aus dem Rhein-Kreis Neuss unterstreichen die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit im Straßenverkehr. Mit sieben Toten und über 100 Schwerverletzten im Jahr 2025 bleibt das Risiko für Radfahrer hoch. Bessere Beleuchtung, das Tragen von Helmen und die Einhaltung der Verkehrsregeln könnten helfen, die Unfallzahlen in den kommenden kalten Monaten zu senken.

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