Mysteriöse Drohne über Bundeswehr-Gelände in Minden löst Großfahndung aus
Andree TrubinPolizei sucht Zeugen nach Drohnenflug über deutsche Armee - Mysteriöse Drohne über Bundeswehr-Gelände in Minden löst Großfahndung aus
Unbekannte Drohne flog über Bundeswehr-Liegenschaft in Minden
Am Abend des 5. März 2023 drang eine unbekannte Drohne in den Luftraum über einer Einrichtung der Bundeswehr in Minden ein. Der Vorfall löste umgehend eine Großfahndung aus, doch weder der Steuerer der Drohne noch eine Landestelle konnten ausfindig gemacht werden. Seither wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände deutlich verschärft.
Die Drohne wurde erstmals gegen 20:25 Uhr über dem Militärbereich Weseraue im Kreis Minden-Lübbecke gesichtet, wo sie zunächst in der Luft stand. Später änderte sie ihre Flugroute in Richtung des östlichen Stadtteils Dankersen. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen blieb sowohl der Verbleib der Drohne als auch die Identität des Steuerers unklar.
Das Überfliegen von Bundeswehr-Gelände mit Drohnen ist gesetzlich verboten. Aufgrund der sensiblen Natur des Standorts stufte der Staatsschutz der Polizei Bielefeld den Vorfall als politisch brisant ein und leitete Ermittlungen ein.
Als Reaktion kündigte die Bundeswehr am 5. März 2026 umfassende Sicherheitsaufrüstungen an. Dazu gehören nun eine rund um die Uhr aktive Drohnenerkennung mittels Radar- und Funkfrequenzsensoren. Mobile Störsender gegen Drohnen erweitern die bestehende Flugverbotszone, während bewaffnete Streifen und KI-gestützte Überwachungskameras die Umzäunung strengwacher überwachen.
Der Drohnenvorfall führte zu einer dauerhaften Erhöhung der Sicherheitsstandards auf dem Standort Minden. Neue Erkennungssysteme, Störtechnologie und KI-Kameras sollen künftige Verstöße verhindern. Die Ermittlungen zum Vorfall von 2023 laufen weiterhin – der oder die Verantwortliche bleibt jedoch bis heute unbekannt.