Neuer Hochschulseelsorger in Köln: Zwischen Hoffnung und Wohnungsnot der Studierenden
Andree TrubinNeuer Hochschulseelsorger in Köln: Zwischen Hoffnung und Wohnungsnot der Studierenden
Thorben Pollmann hat eine neue Position als Hochschulseelsorger in Köln übernommen. Die Stelle bringt sowohl Begeisterung als auch Herausforderungen mit sich, während er sich in der Stadt einlebt. Sein Amtsantritt fällt in eine Zeit, in der sich Studierende zunehmend Sorgen um Wohnraum, Finanzen und ihre Zukunft machen.
Pollmann muss sich selbst noch in Köln zurechtfinden, einer Stadt, die ihm bisher fremd ist. Dennoch freut er sich darauf, im kommenden Wintersemester Studierende kennenzulernen. Seine eigenen Erfahrungen mit der Eingewöhnung in eine neue Umgebung helfen ihm, sich in die Lage von Erstsemestern einzufühlen, die ähnlichen Unsicherheiten gegenüberstehen.
Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) bietet den Studierenden regelmäßig Unterstützung an. Jeden Dienstag findet um 12:15 Uhr eine Messe statt, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen. Neben seelsorgerischer Begleitung leistet die Gemeinde auch praktische Hilfe für diejenigen, die in Not geraten sind.
Wohnraum bleibt für viele ein drängendes Problem. Rund 2.500 Studierende stehen derzeit auf der Warteliste für einen Platz in Kölner Studierendenwohnheimen. Einige sehen sich aufgrund der anhaltenden Wohnungsnot sogar von Obdachlosigkeit bedroht. Finanzielle Sorgen und die Angst vor den Folgen des Klimawandels belasten die Studierenden zusätzlich, während sie sich auf einem unsicheren Arbeitsmarkt zurechtfinden müssen.
Pollmanns Aufgabe beginnt zu einer Zeit, in der Studierende sowohl emotionale als auch praktische Unterstützung benötigen. Die Hochschulgemeinde arbeitet weiterhin daran, akute Probleme wie die Wohnungsnot zu lösen und gleichzeitig ein Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken. In seinen ersten Monaten wird es ihm vor allem darum gehen, Beziehungen aufzubauen und die Bedürfnisse der Studierenden besser zu verstehen.






