Nordrhein-Westfalen will bis 2045 erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden
Adalbert BiggenNordrhein-Westfalen will bis 2045 erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden
Die weltweite Klimakonferenz hat offiziell in Brasilien begonnen und lenkt den Blick auf bedeutende Nachhaltigkeitsbemühungen weltweit. Unterdessen treibt Nordrhein-Westfalen ehrgeizige Pläne voran, um bis 2045 die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden. Lokale Projekte in ganz Deutschland zeigen bereits Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen und der Förderung erneuerbarer Energien.
In Düsseldorf verzeichnet die Kampagne "Dein Baum" seit ihrem Start 2021 stetige Erfolge. Fast 1.000 neue Bäume säumen mittlerweile Straßen und Parks der Stadt, tragen zur CO₂-Bindung bei und verbessern die Luftqualität.
Auch der Kreis Olpe ergreift Maßnahmen zur drastischen Senkung der Emissionen: Auf der zentralen Deponie wird ein spezielles Oxidationsverfahren eingeführt, um Methanausstöße zu verringern. In den nächsten zehn Jahren sollen so rund 212.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart werden.
Weiter südlich hat die kleine Stadt Ennigerloh einen wichtigen Meilenstein erreicht: Bereits 2024 deckte sie den gesamten Strombedarf ihrer Einwohner ausschließlich mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie. Dieser Erfolg markiert einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit durch saubere Energie.
Innovation treibt auch in Dortmund den Wandel voran: Das Start-up Simplyfined entwickelt dort ein pflanzliches Öl als Alternative zu Erdöl. Das Unternehmen strebt ein Produkt an, das in der Leistung fossilen Brennstoffen entspricht, dabei aber den CO₂-Ausstoß deutlich reduziert.
Auffällig abwesend auf der Konferenz in Brasilien ist der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Keine hochrangigen Vertreter der USA nehmen stattdessen teil – eine Lücke in der Vertretung der größten Volkswirtschaft der Welt.
Nordrhein-Westfalens Ziel für 2045 setzt eine klare Messlatte für andere Industrieregionen. Mit Projekten wie dem Erneuerbare-Energien-Erfolg in Ennigerloh oder der Baumkampagne in Düsseldorf macht das Land greifbare Fortschritte. Währenddessen geht die Konferenz in Brasilien ohne zentrale US-Beteiligung weiter – der Fokus liegt damit stärker auf lokalen und europäisch geführten Klimalösungen.






