NRW-Reform des Kibiz: Mehr Flexibilität, aber wachsende Kritik an Betreuungsqualität
Wüst zeigt Bereitschaft für Kindergarten-Kompromiss nach scharfer Kritik - NRW-Reform des Kibiz: Mehr Flexibilität, aber wachsende Kritik an Betreuungsqualität
Nordrhein-Westfalen plant tiefgreifende Reform der Kinderbetreuung durch Novelle des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz)
Mit einer Überarbeitung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) will Nordrhein-Westfalen sein Betreuungssystem grundlegend reformieren. Die geplanten Änderungen zielen auf mehr Verlässlichkeit, bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte und flexiblere Finanzierung für Träger ab. Doch bereits jetzt gibt es Kritik von unabhängigen Organisationen und Eltern, die um Stabilität und Qualität fürchten.
Die unter Führung von Ministerpräsident Hendrik Wüst vorangetriebene Reform steckt noch in den Anfängen. Wüst betonte, dass zentrale Punkte des Gesetzentwurfs nicht ohne weitere Beratungen in den Landtag eingebracht werden. Gleichzeitig räumte er ein, dass viele Eltern trotz jahrelangen Ausbaus des Systems nach wie vor keine garantierte Betreuung hätten – ein Dauerärger.
Kritiker wie der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Kinderschutzbund warnen, der aktuelle Entwurf könnte die Betreuungsqualität verschlechtern, den bürokratischen Aufwand erhöhen und Träger finanziell im Stich lassen. Wüst hält die Verhandlungen offen und gibt zu, dass nicht alle Forderungen erfüllt werden können – trotz jährlicher Mittelaufstockungen. Ein zentraler Baustein der Reform ist das sogenannte „Kernzeitenmodell“: Danach sollen qualifizierte Fachkräfte sich auf die Hauptbetreuungszeiten konzentrieren, während weniger spezialisierte Kräfte die Früh- und Spätschichten übernehmen. Damit will man dem Fachkräftemangel begegnen. Dennoch räumt Wüst ein, dass die Stabilität des Systems selbst nach zwei Jahrzehnten Kapazitätsausbau eine Herausforderung bleibt.
Die Reform soll noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden, tritt aber erst zum Kitajahr 2027/28 in Kraft. Bis dahin werden die Gespräche mit Trägern und Beteiligten fortgesetzt.
Ziel des Kibiz ist es, bessere Arbeitsbedingungen, finanzielle Unterstützung und Bildungsqualität unter einen Hut zu bringen. Doch Sorgen um Finanzierungslücken und übermäßige Bürokratie bleiben bestehen. Die endgültige Fassung des Gesetzes hängt von den weiteren Verhandlungen ab – bevor die Umsetzung 2027 starten soll.
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