NRW schafft beliebtes 58-Euro-Land-Ticket ab – Preise steigen um 4,9 Prozent
Elvira ZiegertNRW schafft beliebtes 58-Euro-Land-Ticket ab – Preise steigen um 4,9 Prozent
Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, will sein beliebtes Land-Ticket bis 2026 abschaffen. Der Monatspass ermöglicht derzeit für nur 58 Euro unbegrenzte Fahrten im gesamten öffentlichen Nahverkehr der Region. Mit seiner Streichung steigen die Preise im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ab Januar jenes Jahres im Schnitt um 4,9 Prozent.
Das Land-Ticket war als günstige Möglichkeit eingeführt worden, um durch ganz Nordrhein-Westfalen zu reisen. Es entwickelte sich schnell zu einem zentralen Bestandteil der täglichen Mobilität vieler Einwohner und bot einfachen Zugang zu Bussen, Straßenbahnen und Zügen.
Zusammen mit der Abschaffung des Tickets kündigte der VRR an, sein Tarifsystem zu vereinfachen. Das aktuelle Zwei-Waben-Modell, das Großstädte in separate Preiszonen unterteilt, soll bis 2026 durch einen einheitlichen Stadt-Tarif ersetzt werden. Die Änderung soll den Ticketkauf erleichtern, wird für die Fahrgäste aber mit höheren Kosten verbunden sein.
Der öffentliche Nahverkehr bleibt in der Region unverzichtbar, wo Millionen Menschen auf ihn für Arbeit, Bildung und Freizeit angewiesen sind. Das Aus für das Land-Ticket markiert einen Wandel in der Preisgestaltung und Organisation des ausgedehnten Verkehrsnetzes des Bundeslandes.
Ab Januar 2026 müssen Fahrgäste im VRR-Gebiet mit einer Preiserhöhung von 4,9 Prozent rechnen. Der neue Einheitstarif für Städte ersetzt das alte Zonensystem, doch der Wegfall des 58-Euro-Land-Tickets beseitigt eine der günstigsten Optionen für unbegrenztes Fahren. Die Änderungen spiegeln eine grundlegendere Neuausrichtung wider, wie Nordrhein-Westfalen die Kosten für den öffentlichen Verkehr strukturiert.






