NRW setzt auf mehr Videoüberwachung gegen Gewalt in Bussen und Bahnen
Andree TrubinNRW setzt auf mehr Videoüberwachung gegen Gewalt in Bussen und Bahnen
Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln: Nordrhein-Westfalen verstärkt Überwachung
In Nordrhein-Westfalen nehmen Übergriffe in Bussen und Bahnen zu – die Behörden reagieren mit einem Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen. Bei Fahrgästen wächst die Sorge, da die Vorfälle in Zügen und Bussen weiter ansteigen.
Allein im vergangenen Jahr registrierten die Regionalverkehrsbetriebe in NRW 905 körperliche Angriffe. Auch Bedrohungen gegen Zugpersonal nahmen deutlich zu: Über 1.300 Fälle wurden gemeldet. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung sehen sich die Verkehrsbehörden zum Handeln gezwungen.
Die Videoüberwachung wurde nun auf kleinere und mittelgroße Bahnhöfe ausgeweitet. Bereits jetzt sind rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in der Region mit Kameratechnik ausgestattet. Auch neue Busse wurden mit Systemen nachgerüstet, die das gesamte Innere überwachen.
Körperkameras gehören mittlerweile zur Standardausrüstung von Sicherheitskräften in Zügen und auf Bahnhöfen. Die Geräte haben sich bewährt, um Konflikte zu entschärfen und Angriffe zu verhindern. In Dortmund geht man noch einen Schritt weiter: Hier überwachen nachts Sicherheitsmitarbeiter aus einer Leitstelle heraus live die Videoaufnahmen.
Mit dem verstärkten Einsatz von Kameras und Bodycams sollen Straftaten abgewehrt und Ermittlungen unterstützt werden. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahmen die Sicherheit für Fahrgäste und Personal im gesamten öffentlichen Nahverkehr des Landes spürbar verbessern.
