08 May 2026, 16:16

NRW will Mutterschutz für selbstständige Frauen revolutionieren – mit Pauschalzahlung und Bundesratsinitiative

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, das den Text "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten zeigt.

NRW will Mutterschutz für selbstständige Frauen revolutionieren – mit Pauschalzahlung und Bundesratsinitiative

Rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland bringen jedes Jahr ein Kind zur Welt – ohne denselben Schutz wie Angestellte. Nun setzt Nordrhein-Westfalen mit einem neuen Vorschlag auf Veränderung: Die gesetzliche Mutterschutzregelung soll auf diese Gruppe ausgeweitet werden. Die Landesregierung hat ihre Forderung nach Reformen erneuert, gestützt durch eine Machbarkeitsstudie und breite politische Unterstützung.

Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat konkrete Pläne für den Mutterschutz vorgelegt. Kernpunkt ist eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatz während der Schutzfrist. Dies basiert auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.

Nordrhein-Westfalen übernimmt bei dem Thema eine Vorreiterrolle. Das Bundesland startete eine Bundesratsinitiative und bildete ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Bei einem kürzlichen Treffen in Berlin, organisiert vom Wirtschaftsministerium, kamen Beteiligte zusammen, um die Umsetzung zu beraten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko betrachtet werden dürfe. Mit der Initiative soll eine Lücke im Unterstützungssystem für selbstständige Mütter geschlossen werden, die derzeit nicht über die Absicherungen verfügen, die Angestellten zustehen.

Die Vorschläge sehen finanzielle Hilfen für Selbstständige während des Mutterschutzes vor. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen Tausenden Müttern zugutekommen, die bisher keinen Lohnersatz erhalten. Der nächste Schritt ist die Veröffentlichung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Juli.

Quelle