Phoenix Engineering meldet Insolvenz – Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne und Wohnungen
Elvira ZiegertPhoenix Engineering meldet Insolvenz – Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne und Wohnungen
Phoenix Engineering meldet Insolvenz an – Arbeiter warten seit Wochen auf Lohn
Die Firma Phoenix Engineering hat Insolvenz angemeldet, nachdem sie ihre Mitarbeiter wochenlang nicht bezahlt hat. Das Unternehmen, das im Rhein-Lahn-Kreis Glasfaserkabel verlegt hatte, sieht sich nun mit einem Insolvenzverfahren am Amtsgericht Köln konfrontiert. Betroffene Arbeiter berichten von ausstehenden Löhnen und Drohungen mit Räumungsklagen wegen unbezahlter Mieten.
Das Insolvenzverfahren wurde am Mittwochmorgen am Kölner Amtsgericht eingeleitet. Phoenix Engineering führte die finanzielle Schieflage auf steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen zurück. Trotz vertraglich zugesicherter Bruttostundenlöhne von 14 Euro blieben die Beschäftigten seit Wochen ohne Gehalt.
Zudem übernahm das Unternehmen die Mieten für Unterkünfte der Arbeiter nicht mehr, sodass diese von Obdachlosigkeit bedroht sind. Einige weigern sich, in ihrer Not Sozialhilfe in Deutschland zu beantragen. Lokale Politiker der Linken in Koblenz sprangen ein und organisierten Nahrungsmittelhilfen sowie vorübergehende Unterkünfte.
Phoenix Engineering hat nun Schritte eingeleitet, um die ausstehenden Löhne über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 abzusichern. Die Schulden gegenüber den Beschäftigten belaufen sich auf mehrere Zehntausend Euro. Das Unternehmen hatte im Auftrag des Glasfasernetzbetreibers „Our Green Fiber“ (OGF) gearbeitet, als die finanziellen Probleme offenbart wurden.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird geklärt, wie die Arbeiter ihre ausstehenden Löhne zurückerhalten. Zwar könnte das Insolvenzgeld die Einnahmen bis Ende 2025 abdecken, doch bleiben akute Wohnungs- und Finanznot ungelöst. Der Fall zeigt die weitreichenden Folgen wirtschaftlicher Belastungen für Bau- und Infrastrukturprojekte auf.






