Ratsfrauen fordern besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna und Lünen
Adalbert BiggenRatsfrauen fordern besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna und Lünen
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen im Kreis Unna und in Lünen – und das während einer intensiven Sommerhitzewelle. Bei dem überparteilichen Austausch standen drängende Fragen der Kommunalpolitik im Mittelpunkt.
Im Fokus der Veranstaltung lagen Unterstützungsangebote für besonders schutzbedürftige Gruppen in der Region. Die Teilnehmerinnen wiesen auf bestehende Lücken hin, etwa das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle. Zudem betonten sie die Notwendigkeit niedrigschwelliger, leicht zugänglicher Hilfsangebote für Betroffene sexualisierter Gewalt.
Zu den zentralen Themen zählten die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen. Als konkreten Schritt schlugen die Politikerinnen die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Opfer im Kreis Unna vor. Darüber hinaus wurden die spezifischen Herausforderungen obdachloser Frauen und der Bedarf an maßgeschneiderten Hilfsprogrammen diskutiert.
Die Gespräche machten deutlich, wie dringend die Unterstützungsstrukturen für gefährdete Frauen verbessert werden müssen. Vorschläge wie eine Koordinierungsstelle oder die anonyme Spurensicherung sollen bestehende Defizite beheben. Das Treffen stärkte zudem den Willen zur überparteilichen Zusammenarbeit in diesen Fragen.
