11 April 2026, 02:18

Regenbogentreppe in Aachen: Schule setzt buntes Zeichen für LGBTQ+-Vielfalt

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei der Gay Pride Parade 2018, einige tragen Musikinstrumente und Mützen und halten eine Regenbogenflagge, während sie eine Straße mit Laternenmasten, Bäumen, Schuppen und einem bewölkten Himmel entlanggehen.

Regenbogentreppe in Aachen: Schule setzt buntes Zeichen für LGBTQ+-Vielfalt

Eine weiterführende Schule in Aachen hat ihre Haupttreppe in Regenbogenfarben gestrichen, um LGBTQ+-Schüler:innen zu unterstützen. Die Initiative ging von der schulischen Diversitätsgruppe aus.

Die Regenbogentreppe an der Gesamtschule Aachen-Brand soll ein deutliches Zeichen für das Engagement der Schule in Sachen Vielfalt setzen. Die Idee stammte von der Schülerinitiative "All Inclusive", die sich seit Jahren für ein offenes und einladendes Schulklima einsetzt. Bereits seit zweieinhalb Jahren trägt die Schule das Siegel "Schule der Vielfalt" – eine Auszeichnung für ihr kontinuierliches Engagement.

Doch nicht alle Schüler:innen stehen hinter der Aktion. Einige gehen nun lieber einen Umweg zu ihren Klassenzimmern, statt die bunten Stufen zu betreten. Jil Kelmes, Mitglied von "All Inclusive", findet diese Ablehnung enttäuschend. Andere aus der Gruppe berichten von anhaltenden Belästigungen, darunter homophobe und transphobe Beleidigungen.

Kira Walter, ebenfalls aktiv in der Initiative, erinnert sich an einen Vorfall, bei dem Mitschüler:innen sie mit abwertenden Schimpfworten beschimpften. Schulleiter Andreas Lux betont, dass die Schule jedem Kind einen sicheren und respektvollen Raum bieten wolle. Schon der Name "All Inclusive" stehe für die Überzeugung der Gruppe, dass sich alle willkommen fühlen sollen.

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Die Regenbogentreppe bleibt ein sichtbares Bekenntnis zu den Werten der Schule. Doch die Vorfälle von Ausgrenzung und Beleidigungen zeigen: Die Herausforderungen bestehen fort. Die Gruppe "All Inclusive" setzt sich weiterhin für ein toleranteres Miteinander unter den Schüler:innen ein.

Quelle