Renate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk in der literarischen Übersetzung geehrt
Jolanta MeyerRenate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk in der literarischen Übersetzung geehrt
Renate Birkenhauer, eine angesehene Persönlichkeit der literarischen Übersetzung, wird am 3. Dezember bei einer Feierstunde geehrt. Die Veranstaltung findet um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Straelen, Kuhstraße 21, statt. Ihr jahrzehntelanges Wirken hat die Übersetzerszene weltweit geprägt.
Birkenhauers Karriere begann 1983 mit der Gründung des Straelener Manuskripte Verlags, eines Verlags mit Schwerpunkt auf Übersetzung. Unter ihrer Leitung bis 2017 erlangte er Anerkennung für akribisch edierte Texte und bahnbrechende Entdeckungen. Der Literaturrat bezeichnete sie später als "Grenzgängerin zwischen den Sprachen".
Zu ihren wissenschaftlichen Leistungen zählt die Mitautorschaft an Standardwerken, die bis heute genutzt werden. Dazu gehören "NS-Deutsch: 'Selbstverständliche' Begriffe und Parolen aus der NS-Zeit" sowie der "Thesaurus deutscher Redewendungen". Als promovierte Lexikografin trug sie maßgeblich zum Aufbau unverzichtbarer Werkzeuge für Übersetzer:innen bei.
Seit der Gründung des Europäischen Übersetzer-Kollegs (EÜK) im Jahr 1978 ist sie eng mit der Einrichtung verbunden und fungierte ab 2005 als Vizepräsidentin. Das EÜK, ins Leben gerufen von Klaus Birkenhauer und Elmar Tophoven, gilt als erste und größte Ausbildungsstätte für literarische und fachliche Übersetzer:innen weltweit. Aktuell wird das Kolleg renoviert.
Die Ehrung am 3. Dezember würdigt Birkenhauers bleibenden Einfluss auf Übersetzung und Lexikografie. Ihr Schaffen in Verlagswesen, Lehre und Forschung unterstützt bis heute Übersetzer:innen aller Disziplinen. Die Veranstaltung bringt Kolleg:innen und Bewunderer:innen zusammen, um ihre Verdienste zu feiern.






