25 March 2026, 06:19

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette: Akkus als wertvolle Vermögenswerte statt Abfall

Liniengraph, der den Anstieg der Batterie-Elektrofahrzeug-Verkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette: Akkus als wertvolle Vermögenswerte statt Abfall

Renault Gruppe gestaltet Batterie-Lieferkette neu: Akkus als wertvolle Vermögenswerte statt als Wegwerfteile

Die Renault Gruppe hat ihre Batterie-Lieferkette grundlegend umgestaltet, um Akkus nicht länger als austauschbare Komponenten, sondern als hochwertige Vermögenswerte zu behandeln. Mit dem neuen Ansatz will der Konzern Stillstandszeiten von Fahrzeugen verkürzen – trotz komplexer Logistik und strenger Vorschriften. Doch Zusammenarbeit und Echtzeit-Daten bleiben zentrale Herausforderungen bei dieser Umstellung.

Batterien machen mittlerweile bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs aus. Um diese Investition zu schützen, hat Renault eine kreislauforientierte Lieferkette aufgebaut, in der Händler, Reparaturwerkstätten, Lager und Recyclingbetriebe gleichzeitig als Lieferanten und Kunden agieren. Ziel ist ein 360-Grad-Modell, das den effizienten Fluss von Teilen in mehrere Richtungen sicherstellt.

Zusätzlich führte das Unternehmen ein Batterie-Tauschprogramm ein, um Fahrzeuge schneller wieder auf die Straße zu bringen. Statt auf Reparaturen zu warten, werden defekte Akkus sofort ausgetauscht, während die Originalbatterie parallel instand gesetzt wird. Renault strebt dabei eine maximale Ausfallzeit von 15 bis 20 Tagen pro Fahrzeug an.

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Doch die Echtzeit-Nachverfolgung bleibt eine Hürde. Verschiedene Partner nutzen separate ERP-, WMS- und TMS-Systeme, was zu inkonsistenter Datentransparenz führt. Hinzu kommt, dass Batterien als Gefahrgut eingestuft werden – mit Vorschriften, die sich häufig und oft ohne Vorwarnung ändern.

Jean-François Beker, bei Renault verantwortlich für die Lieferkette, betont, dass der Erfolg von einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten abhängt. Ohne sie drohten Verzögerungen und Ineffizienzen, die die Vorteile des Systems zunichtemachen könnten.

Renaults neues Lieferkettenmodell behandelt Batterien als langfristige Vermögenswerte, reduziert Abfall und beschleunigt Reparaturen. Der Ansatz setzt auf präzise Abstimmung und flexible Logistik, um strenge Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Gelingt das Vorhaben, könnte es zum Maßstab für die Verwaltung hochwertiger Komponenten in der Automobilbranche werden.

Quelle