24 March 2026, 10:20

Rheinmetall wächst 2025 kräftig – trotz Cashflow-Problemen und europäischer Aufrüstung

Blauer Hintergrund mit Text und Logo, das einen Balkendiagramm zeigt, das das stärkste Wirtschaftswachstum der USA unter den führenden Volkswirtschaften im Jahr 2023 darstellt, mit unterschiedlich hohen Balken für verschiedene Länder.

Rheinmetall wächst 2025 kräftig – trotz Cashflow-Problemen und europäischer Aufrüstung

Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum 2025 – trotz Cashflow-Herausforderungen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet, obwohl es bei der Liquidität einige Engpässe gab. Die Umsätze des Unternehmens stiegen im dritten Quartal um 13 Prozent – ein Zeichen für die beschleunigten Militärausgaben in Europa. Gleichzeitig hat Deutschland sein Verteidigungsetat massiv aufgestockt: Für 2026 sind 129 Milliarden US-Dollar vorgesehen, ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Finanzzahlen von Rheinmetall für das dritte Quartal 2025 zeigen einen Umsatzanstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; über die ersten neun Monate des Jahres betrug das Wachstum sogar 19 Prozent. Die operative Marge verbesserte sich um 0,7 Punkte auf 12,9 Prozent, während der verwässerte Gewinn pro Aktie im gleichen Zeitraum um fast 42 Prozent kletterte. Allerdings belasteten steigende Lagerbestände und geringere Vorauszahlungen den freien Cashflow aus der operativen Tätigkeit, doch das Unternehmen bleibt insgesamt liquiditätspositiv.

Der Erfolg des Konzerns fällt zusammen mit den europäischen Bestrebungen, die Streitkräfte deutlich zu stärken. Der deutsche Wehrhaushalt für 2026 liegt nun bei 129 Milliarden US-Dollar – nach 88,5 Milliarden im Jahr 2025, was bereits eine Steigerung von 89 Prozent seit 2015 bedeutete. Die Bundesregierung plant weitere Erhöhungen und peilt bis 2030 ein Volumen von 180 Milliarden US-Dollar an. Rheinmetall profitiert von dieser Aufrüstung mit hochmodernen Produkten wie dem Panzer Panther KF51 mit Anti-Drohnen-Technologie oder dem weit verbreiteten Leopard 2 und hat sich so als zentraler Zulieferer positioniert.

Doch nicht nur Deutschland setzt auf Rheinmetall: Auch andere europäische Staaten investieren massiv in die Ausrüstung des Konzerns. Lettland bestellte 2024 CV90-Schützenpanzer, Rumänien orderte 2025 Lynx KF41-Infanteriefahrzeuge, und die Tschechische Republik schloss Anfang 2026 einen zusätzlichen Vertrag über Puma-Schützenpanzer ab. Diese Entwicklungen spiegeln einen kontinentweiten Modernisierungsschub wider, nach Jahrzehnten vernachlässigter Investitionen in die Landesverteidigung.

Die finanzielle Performance und die starke Nachfrage nach Rheinmetalls Produkten unterstreichen seine Schlüsselrolle beim Aufbau der europäischen Verteidigung. Angesichts der drastisch steigenden Militäretats in Deutschland und anderen Ländern dürfte das Unternehmen von langfristigen Aufträgen und wachsenden Bestellungen profitieren. Die Wende markiert einen tiefgreifenden Wandel in der europäischen Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges.

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