Rindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen weiterhin hohe Preise
Adalbert BiggenRindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen weiterhin hohe Preise
Rindfleischpreise sinken zum zweiten Mal in Folge – Auswirkungen auf Erzeuger und Verbraucher
Die Preise für Rindfleisch sind erneut gefallen und belasten sowohl Produzenten als auch Verbraucher. Der Verbandspreis für Rinder aller Kategorien ist um 10 Cent pro Kilogramm gesunken, während die Einzelhandelspreise für Rindfleisch weiterhin hoch bleiben.
Der Verbandspreis für Jungbullen der Klasse R3 liegt derzeit bei 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht. Kühe der Klasse O3 werden mit 6,15 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht gehandelt. Diese Preissenkungen folgen auf eine verhaltene Nachfrage nach Fleisch und den Druck der Metzger, die Kosten zu senken.
Trotz des Rückgangs der Großhandelspreise müssen Verbraucher weiterhin tief in die Tasche greifen. In den ersten Juliwochen lagen die Rindfleischpreise um 20,8 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Dönerstand-Betreiber in Friedrichshafen erklärte, ein Rindfleisch-Döner müsse mindestens 9 Euro kosten. Der teuerste gelieferte Döner erreichte im März 2025 in Flensburg sogar 9,77 Euro.
Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, und einige Waren sind am Großmarkt weiterhin Mangelware.
Die Preissenkungen für Rinder haben sich bisher noch nicht auf die Einzelhandelspreise für Rindfleisch ausgewirkt. Verbraucher zahlen nach wie vor mehr für Produkte wie Burger und Döner, während die Erzeuger weiterhin mit Lieferengpässen zu kämpfen haben.






