10 May 2026, 22:20

Rückgang bei Verletzungen und Straftaten in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik-Missbrauch steigt drastisch

Schwarzes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt und von Mannschaftskameraden und einer Stadionmenge umgeben ist, die verletzt zu sein scheint.

Rückgang bei Verletzungen und Straftaten in deutschen Fußballstadien – doch Pyrotechnik-Missbrauch steigt drastisch

Verletzungen und Straftaten bei deutschen Fußballspielen sind in der vergangenen Saison zurückgegangen, wie neue Zahlen zeigen. Die Anzahl der Verletzten sank um 17 Prozent auf 1.107 in den drei höchsten Ligen. Zwar verzeichneten die Behörden weniger Verstöße, doch die Sicherheit in den Stadien bleibt ein zentrales Thema für Verantwortliche und Fangruppen.

In der Spielzeit 2023/24 gab es an Spieltagen 1.107 Verletzte – 231 weniger als im Vorjahr. Darunter waren 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Trotz des Rückgangs bezeichnete Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul die Zahl als „inakzeptabel“ und forderte konsequente Stadionverbote für gewalttätige Straftäter.

Auch die Anzahl der strafrechtlichen Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Spielen ging um 22 Prozent zurück, auf 5.197 Fälle. Gleichzeitig stieg der Missbrauch von Pyrotechnik jedoch um 73 Prozent, was zu 4.783 dokumentierten Verstößen führte. Reuls Äußerungen fielen in eine Phase, in der Behörden strengere Kontrollen forderten, während Fanverbände Vorwürfe einer flächendeckenden Gewalt ablehnten.

Vertreter des Dachverbands der Fangruppen kritisierten, die Daten seien irreführend. Sie verwiesen darauf, dass die Stadien weiterhin gut besucht seien und dass Strafanzeigen sowie Verletzungen seit Jahren im Promillebereich lägen. Öffentliche Großveranstaltungen wie das Oktoberfest, so ihr Argument, bergen ein weit höheres Sicherheitsrisiko als Fußballspiele.

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Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen Rückgang bei Verletzungen und Straftaten in deutschen Fußballstadien. Doch der Anstieg bei Pyrotechnik-Missbrauch und die anhaltenden Diskussionen über Sicherheitsmaßnahmen deuten darauf hin, dass das Problem noch lange nicht gelöst ist. Vereine, Behörden und Fangruppen suchen weiterhin nach dem besten Weg, um Sicherheit und Spieltagsatmosphäre in Einklang zu bringen.

Quelle